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2. Cyclische Verbindungen - Naturstoffe 3 (1920) Heterocyclische Verbindungen
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Siebenringe mit drei Stickstoff-Atomen.

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Äthylen-diamin oder o-Phenyien-diamin hervorgehen. Das Produkt CnH N,aus Acetylaeeton und o-Phenylen-diamin Formeln XVII (s. u.) krystallisiert

XVII)

oder

NH-CCX

N : C^--CH 3\N : C^ CH,

XVIII)

aus Äther in farblosen Blättchen vom Schmelzp. 131132°. Sein HydrochloridC n H 12 N 2 , HCl + 2H,0 bildet merkwürdigerweise fast schwarze Nädelchen und löstsich in Wasser mit intensiv violetter Farbe (vgl. dazu Bd. I, Tl. II, S. 845); beimErhitzen spaltet es sich sehr leicht unter Bildung von Aceton und 2-Methyl-benz-imidazol (Bd. II, Tl. III, S. 493), geht also in einen Fünfring-Körper über.

Der gleiche Siebenring könnte sich durch Kondensation von peri-Naph-.thylen-diamin mit 1.2-Dicarbonyl-Körpern bilden. Doch erfolgt diese Eeaktiounicht 1 , was im Vergleich mit der glatten Achtring-Bildung aus 2.2'-Diamino-diphenylund Benzil (s. S. 1571) eigentümlich erscheint.

Dagegen gehört hierher wahrscheinlich noch das o-Phenylen-malouamid 2Formel XVIII, s. o., das in schlechter Ausbeute beim Erhitzen von o-Phenylen-diamin mit Malonsäure oder Malonester entsteht, aus kochendem Eisessig in farb-losen Nadeln krystallisiert und oberhalb 300° schmilzt.

Auch über Siebenringe mit drei Stickstoff-Atomen 3 sind einige Er-fahrungen gesammelt. So entsteht z.B. aus unsymm.Phenyl-[o-amino-benzylj-hydrazin durch Schwefelkohlenstoff:

CH

.NH 2*\CH 2

NH 2

-N(CH 6 )

CS 2

H 2 S + CA

.NH-CS-NH

^CH,

-N-C 6 H,

(G)

ein cyclischer Thioharnstoff (glasglänzende Krystalle, Schmelzp. 243 ° unterAufschäumen), der zwar bei der Einwirkung von Alkalien wie von Säurenunverändert bleibt, aber bei der Keduktion mit Natrium in Alkohol

1 Hinsberg, B. 22, 861 (1889). Vgl. dazu F. Sachs, A. 365, 78 (1909).

2 R. Meyer, A. 327, 14, 26 (1903); 347, 25, 34 (1906). R. Meyer, Luders,A. 415, 33, 42 (1918).

3 S. auch Tingie, Robinson, Am. 36, 231, 260 (1906).

Aus Monoacyl-Verbindungen (besonders Sulfonsäure-Derivaten) von para-Di-aminen hat Morgan mit seinen Mitarbeitern [vgl.: Soc. 87, 921, 1302 (1905); 89, 4,1158 (1906); 91, 1512 (1907); 97, 48 (1910); 111, 187 (1915). B. 39, 2869 (1906)]durch Diazotierung viele Stoffe hergestellt, welche ihrer Bildung zufolgep-Azimino-Verbindungen", wie a (s. u.), sein könnten, dann also einen Siebenring in para-

a) Nai

XzD

N-SO,-C a H 5

b) ^V W-S0 2 -C 6 H 5

Stellung mit einem Benzol-Kern anelliert enthalten würden. Doch sind auchchinoide Formeln, wie b, denkbar.