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Einfachste Bildung des Pkenazins.
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sierten Pyrazin-Systeme dar, die für die Farbenchemie die größte prak-tische Bedeutung haben. Ein Beispiel, in welcher Weise sich Farb-
III)
Anthrazin (Dianthrazin)
Stoffe Ton ihnen ableiten können, geben die beiden Formeln IV und V,die für das einfach salzsaure Salz des Phenosafranins in Betracht ge-zogen w er den:
IV)
H-N-
V) H
•NH,
Ol CAorthochinoide Formel
CeH 5parachinoide Formel
(vgl. Weiteres S. 1403—1405, 1406—1408). Zur Schreibweise dieserund ähnlicher Formeln, die in diesen und in den folgenden Kapitelnvielfach zu benutzen sind, sei hervorgehoben, daß bei ihnen die chi-noiden Benzolkerne durch Eintragen der Doppelbindungen gekenn-zeichnet sind, die benzoiden Benzolkerne aber — wie gewöhnlich -*■als Sechsecke mit einfachen Strichen dargestellt sind.
Im vorliegenden Kapitel soll nur das dreikernige System I, daszwei voneinander isolierte Benzolkerne zu beiden Seiten des Pyrazin-Kerns aufweist und nach Vorschlag von Merz 1 „Phenazin' - genanntwird, behandelt werden. Die weiteren beiderseits kondensierten Systeme,an deren Aufbau Naphthalin-, Anthracen-Kerne usw. beteiligt sind, folgenim nächsten Kapitel.
Von Merz wurde eine Bildungsweise aufgefunden, die überden Bau jenes dreikernigen Systems keinen Zweifel läßt. Sie bestehtdarin, daß man Orthodiamine der Benzol-Reihe mit Brenzcatechin er-hitzt 2 (auf 200—220°), und führt bei Anwendung von o-Phenylen-diaminzum Phenazin selbst, das aus dem primären, sehr unbeständigen Produktder Reaktion — Phenazindihydrid (s. S. 1395)— durch Abspaltung vonWasserstoff hervorgeht:
1 B. 19, 725 (1886).
" Vgl.: Merz, B. 19, 725 (1886).
Bis, B. 19, 2206 (1886).