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2. Cyclische Verbindungen - Naturstoffe 3 (1920) Heterocyclische Verbindungen
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Dinaphtho-pyridazin, Anihroni-pyrIdaxon.

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reiten. Es entsteht auch quantitativ aus 2.2'-Diphenylen-hydrazinH a N.NH-C a H 4 .C e H^NH.NH a beim Erhitzen auf 150° mit verdünnterSalzsäure, ferner als Hauptprodukt (neben Carbazol) aus einer kaltenLösung von Diphenyl-2.2'-bis-diazoniumbromid Br-N 2 -C 8 H 4 -C 6 H 1 -N 2 -Brdurch Eintragen von bromwasserstoffsaurer Cuprobromid-Lösung.Phenazon krystallisiert aus Benzol in citronengelben Prismen, schmilztbei 156°, siedet fast unzersetzt oberhalb 360° und ist unlöslich in "Wasser,leicht löslich in Alkohol. Es wird von verdünnter Salzsäure mit intensivschwefelgelber Farbe aufgenommen; beim Eindampfen der salzsaurenLösung bleibt freies Phenazon zurück. Oxydation zu Pyridazin-tetra-carbonsäure s. S. 1158, Formelreihe E. Phenazon addiert Alkyljodidezu Mono-jodalkylaten.

Durch Reduktion von 2.2'-Dinitro-diphenyl mit Schwefelnatrium entstehtPhenazon-iV-monoxyd (Formel XV), s. u.) Schmelzp. 139°, während durchkurzes Kochen mit Zinkstaub in alkoholischem Kali das Phenazon-dioxyd

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C 12 H 8 0 2 N 2 Schmelzp. 240° unter Zersetzung erhalten wird. Beide Oxydegehen bei weiterer alkalischer Reduktion in Phenazon über.

Bemerkenswert ist, daß sich Dinaphtho-pyridazin Formel XVI, s. o.neben anderen Stoffen beim Kochen des f/-Nitro-naphthalins mit Zinkstaub in wäßrigeralkoholischer Natronlauge bildet, wobei also sowohl reduktive Verknüpfung derStickstoffatome, wie oxydative Verknüpfung der Naphthalinkerne erfolgt. Eskrystallisiert aus Alkohol in gelben Nadeln, schmilzt bei 267268° und löst sichin starker Salzsäure leicht mit roter Farbe.

An die im Voranstehenden behandelten orthokondensierten Systemeist endlich hier noch ein perikondensiertes 1 anzuschließen, das sich imPyridazonanthron" (Anthroni-pyridazon im Sinne der 8. 1105bis 1106 vorgeschlagenen Nomenklatur) Formel XVII, s. u. undähnlichen Verbindungen findet. Das Pyridazonanthron erhielten Ull-mann und van der Schalk in quantitativer Ausbeute durch Einwirkungvon Hydrazin auf das Chlorid oder den Äthylester der Anthrachinon-«-carbonsäure.

NHNf^CO

XVII)

CO

1 Ullmann, v. d. Schalk, B. 44, 128 (1911); A. 388, 211 (1912). Ullmann,Minajeff, A. 388, 217 (1912). Ullmann, D.R.P. 248998 (C. 1912, II, 303).Mkybr-.Tacobson, org.Ch. IIs. (l.u.2.Auß.) 74 (Oktober 1919)