Chlorderivate des Acetons und Diacetyls.
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weilen für Synthesen, am das Acetonylradical CH 3 CO-CH. 2 — einzuführen. — Un-symmetrisches Dichloraceton 1 -* -8 CHC1 2 -C0CH 3 entsteht bei der Chlorirungdes Acetons, siedet bei 1^0°, besitzt bei 15° das spec. Gew. 1-234, ist in Wasserwenig löslich, riecht stark reizend und bildet ein Hydrat mit 3 Mol. Wasser. — Sym-metrisches Dichloraceton 1-4,8 CH 2 C1-C0-CH 2 C1 entsteht, wenn man Aceton inGegenwart von Wasser mit Chlorjod bedandelt und das so erhaltene Dijodaceton mitChlorsilber erhitzt; es schmilzt bei +44° und siedet bei 170°. Durch Oxydation vonsymmetrischem Dichlorhydrin CH s C1-CH(ÖH)-CH,C1 erhält man ein Produkt vonder Zusammensetzung des Diehloraeetons 1-6 , welches den gleichen Schmelzpunkt andSiedepunkt wie das obige symmetrische Dichloraceton zeigt, aber doch nicht in allenStücken sich mit demselben gleichartig zu verhalten scheint. — Die beiden isomerenTrichloracetone 1 - 7 CHC1 2 -C0-CH 2 C1 und CC1 3 -C0-CH 3 entstehen bei der Chlori-rung des Acetons; CC1,-C0-CH 8 spaltet mit Alkalien Chloroform ab (vgl. S. 538). —Unsymmetrisches Tetrachloraco ton 1 - 8 CC1 3 -C0-CH 2 C1 siedet bei 180—182°,zeigt bei 17° das spec. Gew. 1-482, ist mit Wasserdämpfen sehr flüchtig, besitztfurchtbar heftigen Geruch, bildet mit 4 Mol. 11,0 ein bei 3s — 39" schmelzendesHydrat und liefert mit Ammoniak Chloroform neben Monochloracetamid. — Sym-metrisches Tetrachloraceton 1 - 9 CHCL-CO-CHCl,, wird am besten aus Tri-amidophenol durch Oxydation mit Salzsäure und Kaliumchlorat erhalten, siedet bei179—181°, besitzt das gleiche speeifische Gewicht wie das unsymmetrische Tetra-chloraceton; mit 4 Mol. II 2 0 bildet es ein Hydrat, welches aus warmein Wasser infarblosen Säulen krystallisirt und bei 48—49° schmilzt. — Pentachloraceton 1,5 - 10CCl 3 .CO-CHC) 2 siedet bei 192°, besitzt bei 14° das spec. Gew. 1-576, löst sich inder zehnfachen Menge Wasser von 0" und scheidet sich bei 50—60° wieder aus derLösung ab, liefert mit Ammoniak Chloroform und Dichloracetamid. — Hexachlor-äceton 1 CC1 3 -C0-CC1 3 (Perchloraceton) erstarrt in der Kälte zu grossen weissenBlättern, die bei -2° schmelzen, siedet bei 202—204°, besitzt bei 12° das spec. Gew.1-744, bildet mit 1 Mol. Wasser ein Hydrat, spaltet sich beim Erhitzen mit Wasserauf 120° glatt in Chloroform und Trichloressigsäure.
HiilogeiKlcrivate des Diacetyls. Tetrachlordiaeetyl 11 CHC1 2 -C0-C0-CHC1 2(Bildung s. S. 867—868) krystallisirt aus Aether in intensiv gelben Tafeln, schmilztbei 83—84°, siedet bei 201—203°, riecht stechend und ist in warmem Wasser löslich.
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