(Oluoonsäuren und Mannonsäuren).
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erstarrt; letzteres bildet farblose glänzende Nadeln, schmilzt zwischen149° und 153°, löst sich ziemlich schwer in heissem Alkohol und drehtnach rechts ([a] D in 12proc. wässriger Lösung = + 53-8°).
rZ-Gluconsäure und rf-Mannonsäure können durch Erhitzen mit Chi-nolin in einander übergeführt werden (S. 772); in ihrer Constitution unter-scheiden sie sich durch die räumliche Anordnung in Bezug auf das der*'arboxylgruppe benachbarte Kohlenstoffatom.
Die beiden optischen Antipoden der ^-Gluconsäure und rf-Man-Qonsäure entstehen neben einander bei der Anwendung der Cyanhydrin-reaction auf die Arabinose (vgl. S. 771—772). Aus dem Gemisch kannMan zunächst die Z-Mannonsäure leicht in Folge der grösseren Krystalli-8a tionsfähigkeit ihres Lactons abscheiden, aus dem dann bleibenden Restdann die Z-Gluconsäure durch Krystallisation ihres Calciumsalzes isoliren.Die Z-Gluconsäure 1 ist der c?-Gluconsäure äusserst ähnlich — so liefertSl e ein Phenylhydrazid, das, ebenso wie dasjenige der tf-Gluconsäure, beir aschem Erhitzen gegen 200° schmilzt; sie unterscheidet sich von ihrdadurch, dass sie optisch entgegengesetzt ist (festgestellt für das Calcium-S;l 'z und das Lacton); durch Reduction liefert sie Z-Glucose, durchOxydation l- Zuckersäure. Die Z-Mannonsäure 2 ist wiederum der"-Mannonsäure äusserst ähnlich, aber optisch entgegengesetzt; für die■"•ydrazide heider Säuren wurde bei raschem Erhitzen der Schmelzpunkt~'4-—216°, für das Z-Mannonsäurehicton der Schmelzpunkt 146—151°Stunden; durch Reduction liefert Z-Mannonsäure die Z-Maimose, durchx }'dation Z-Mannozucker säure; auch an dieser Säure ist die normalektruetur durch Reduction mit Jodwasserstoff zu normaler Capronsäurenachgewiesen. TJeber die Ueberführbarkeit von l - Gluconsäure und'-Mannonsäure in einander vgl. S. 772.
Durch Combination der optisch entgegengesetzten activen Modifika-tionen können die inactiven Modificationen erhalten werden. Z-Glu-c onsäure 8 unterscheidet sich von der d- und Z-Gluconsäure durch denniedrigeren Schmelzpunkt (188—190°) ihres Hydrazids und durch diebedeutend geringere Löslichkeit ihres Calciumsalzes in kochendem Wasser.«-Mannonsäure 4 liefert ein Hydrazid, welches höher (bei etwa 230°) alsdasjenige der Componenten schmilzt, ein Lacton vom SchmelzpunktI49—1550 un( j ebenfalls ein beträchtlich schwerer lösliches Calciumsalz.^'ir die Synthese der Zuckerarten ist letztere Säure von besonderer" ichtigkeit gewesen. Denn sie kann einerseits aus synthetischem Ma-terial hergestellt werden, indem man den synthetischen «-Akrit oder'-Mannit (vgl. S. G09) durch Oxydation zunächst in i'-Mannose, dann in'-Mannonsänre iiherführt:
1 E. Fischek, Her. 23, 2611 (1890).
2 Kiliani, Ber. 19, 3033 (1886); 20, 339 (1887). E. Fischeb h. Passmoee, Her.8a , 2732 (1889). — E. Fisoheb, Ber. 23, 373, 2616, 2627 (1890>
3 E. Fischeb, Her. 23, 2617 (1890). * E. Fischek, ebenda, 376, 2618.