Schwefelverbindungen, welche den Oxysäurcn entsprechen, ete. 745
säure entsprechenden Werthe der Dissociationsconstante K (vgl. S. 640)Q eben einander stellt:
CH 3 -CH 3 -C0 2 H: 0-00134.
CH 3 -CH(OH)-C0 2 H: 0-0138.
CH,(OH)-CH,.CO,H: 0-00811.
Den Oxysäuren entsprechende Schwefelverbindungen (Mercaptan-säuren oder Sulfhydrylaäuren) erhält man aus den halogenirten Säuren durchUmsetzung mit Kaliumsulfhydrat, z. B.:
CH,C1-C0 2 H + KSH = CH. 2 (SH)-C0 2 H + KCl.Bie vereinigen die Charaktere der Carbonsäuren und Mercaptane in sieh; sowohlder Wasserstoff der Carboxylgruppe wie auch derjenige der Sulfhydrylgruppe kann''"'eli Metallatome vertreten werden. Durch gelinde wirkende Oxydationsmittelwerden sie in Disulfidsäuren 1 , wie CO,HCH,-8-8CHjCO,H, verwandelt.
Durch Umsetzung von halogenirten Säuren mit Natriumsulfid oder Natrium-""'•'«•aptiden gewinnt man Sulfidsäuren 2 , z.B.:
Na,S + 2Cl-CH,-CO,H = S(CH,-CO,H), + 2NaClC,H 8 -8Na + ClCHj.CO,.C,H 6 = C 2 H 5 • S • CH 2 - C0 2 • C 2 H 5 + NaCl,Welche durch Kaliumpermanganat zu Sulfoncarbonsäuren oxydirt werden:
S(CII_,-('(),II), + 20 = S0 2 (CrL-CO,llK.
" den Estern der Sulfoncarbonsäuren sind ähnlich, wie im Malonsäureester, den
°lysulfonen etc., die an Kohlenstoff gebundenen Wasserstoffatome, die durch zwei
negative Gruppen beeinflusat werden, gegen Mietallatome und Alkylreste austauschbar
( v gl- S. 651-658), z. 15.:
S( >,
,CHNa-CO,-C.H«
\r
+ 2CHJ
SO,
,CH(CH g ).CO s -C,H,
+ 2NaJ .
M'llNa-('(l,.(',,|I, " X ( , I1(( 1 II,|('(),.(' : II
Durch Umsetzung der Halogenfettsäuren mit sulfinsauren Salzen (vgl. S. 225) gean gt man zu Alkylsulfoncarbonsäuren:
C,H 5 .S0 2 -Na + CH.,J('I1,-C0,I[ C,H e SO,-CH,CH a CO s H + Na.l ;unter letzteren sind diejenigen, welche zwischen der Sulfongruppe und Carboxy]Kruppe nur eine Methylengruppe enthalten, leicht durch Erhitzen in Kohlensäureu '" 1 Sulfone spaltbar:
C 2 H 5 -S0 2 -CH 2 -CO,H = CjH 6 SO s CH, + CO t ,Während diejenigen, deren Sulfon- und Carboxylgruppe durch mehrere Methylen-gruppen getrennt sind, eine analoge Spaltung schwer oder nicht erleiden' (vgl. dasanaloge Verhalten der Ketonsäuren in Kap. 89).
Durch Oxydation der Mercaptansäuren kommt man zu Säuren, welche zugleich( ' u ' Sulfogruppe SO., 11 und die Carboxylgruppe enthalten (Carbosulfonsäuren),z. 15.-.
CH 2 (SH)-C0 2 H+ 0 3 = CH,(SO,H)-CO,H;Solche Säuren können auch durch Einwirkung von Schwefelsäureanhydrid oder Chlor-^""'"iisänre' auf die Kettsäuren:
CH 3 .C0 2 H + S0 3 = CH 2 (S0 3 H)-C0 2 H,
m
1 Vgl. ClAKSSON, lier. 14, 40!) (1881).
' A.NDHBAB0H, Ber. 12, L890 (1890). - Lov£n, Ber. 17, 2818 (1884>
3 R. u. W. Otto, Ber. 21, 092 (1888).' Vgl. HsauMAN, Ann. 176, 1 (1874).