Druckschrift 
1 (1893) Allgemeiner Theil - Verbindungen der Fettreihe
Entstehung
Seite
707
URN (Seite)
  
Einzelbild herunterladen
 

Tetracarbonsäwrm. TOT

heisser concentrirter Kalilauge erhält man daraus die freie Tetracarbonsäure,welche bei 168170° unter Kohlensäureentwickelung schmilzt und schliesslich inGlutarsäure übergeht. Mit Natriumäthylat liefert der Ester eine Dinatrium-verbindung (C,H 5 -C0 2 ). 2 CNa-CH 2 -CNa(C0. 2 -C 2 H 5 ) 2 , aus welcher durch Umsetzungmit Halogenalkylen Homologe 1 des Dicarboxylglutarsäuroesters gewonnen werdenkönnen.

<'>, 10./- Propen tetracarbonsttureester 1,s (Dicarboxy lglutaconsäureester)(CjHj-COj^CiCH-CHCCOa-CäH^j wird in Form seiner Natriumverbindung (C S H,CO s ) 2 C :CH-CNa(CO a -C,H 6 )j hellgelbe, glänzende Prismen, die in Wasser undWeingeist in der Kälte wenig, beim Erhitzen leicht löslich sind, durch Einwirkungvon Chloroform auf Dinatriummalonsäureester (Gleichung s. S. 706) erhalten. Ausder Natriumverbindung erhält man durch Umsetzung mit Halogenalkvlrn bei höhererTemperatur Homologe des Dicarboxylglutaconsäureesters, durch Zersetzung mit ver-dünnten Säuren diesen Ester selbst. Letzterer ist ein Oel, besitzt bei 15° das spec.Gew. 1.181, liefert bei der Verseifung Isaconitsäure (S. 704) und Glutaconsäure(8. 695), giebt in alkoholischer Lösung mit Eisenchlorid eine kornblumenblau«'Färbung und zersetzt sich beim Sieden im Vadium in Alkohol und Aethoxy-pyron-dicarbonsäureester:

,CH

CH

\

V

CO-OC,H 6

CO-00,11-,

/CO-OCJI,

XJO-OCA.C^C-00,11-,

= C,H 6 OH + CH

\

V

CO-OC,H,

_____________________________________________ , ^c x

\CO-OC,H, _______________________

Ul e Homologen des Dicarboxylglutaconsäureesters können im Vacuum ohne Zer-setzung destillirt werden.

w,ajj'-Isobutantetracarbon8äureester 8 CH,.CH{CH(CO,.C,H 6 ),! a aus Aeet-wdehyd und Malonsäureester in Gegenwart von EssigsSureanhydrid siedet unter20mm Druck bei 209212°, WjUj'-Butantetracarbonsttureester' i('.Jl,-COj,,(UI-^H, CH, CH(CO s C 9 H 8 )j aus Aethylenbromid und Natriumraalonsäureester unterlOOmm Druck bei 248252". Wjtuj'-Pentantetracarbonsttureester* (CjHj-CO^CH-"H,.ClL.(;il,.(!||((' ()('. II. ] 2 aus Trimethylenbromid und Natriummalonsäure-ester unter 30 mm Druck bei 230235°.

Die denkbar einfachste Tetracarbonsäure, deren Molecül gar keineMalonsäurestellung der Carboxyle aufweist, also alle vier Carboxyl-gruppen an verschiedene Kohlenstoffatome gebunden enthält, ist die<a«ßm' - Butantetracarbonsäure 5 CH 2 (C0 2 H) CH(C0 2 H) CH(CO a H)-C H 2 -(C0 2 H). Diese Säure (Schmelzpunkt 244°, K = 0-040) ist einerseitsdurch Verseifung des a>a a /9 a <»'-Butanhexacarbonsäureesters (vgl. S. TOS),

1 Vgl. auch GüTHZMT u. DaESSEl, 15er. 23, 317!) (.1890).

2 Conrad u. Gutiizeit, Ann. 222, 249 (1883). Güthzeit u. DbbsselJ Her.22, 1413 (1889). Buhemank u. Mobrell, Journ. 8oc. 59. 745 (1891).

3 Komnknos, Ann. 218, 158 (1888).

4 Perkin, Bcr. 18, 3248 (1885); 19, 2039 (1886). Journ. Soc. 51, 241 (1887).~ Perkin u. Pbentice, Journ. Soc. 59, 818 (1891). Vgl. auch Freer u. Perkin,Ber. 21, 738 (1888).

6 Bisohobt, Aüwers, vgl. Walden, Ztschr. f. physik. Chem. 10, 578 (1892).Auwers, Ber. 26, 364 (1893).

45*