der Halogenhydrine.
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CH 2 (0H)CH 2 C1 + KJ = CH,(OH)-CH,J +KC1 .Verhalten. Die Ealogenhydrine werden als Hydroxylverbindungen
durch die Fälligkeit eharakterisirt. mit Acetylchlorid unter Esterbildungzu reagiren:
CH 2 C1-CH 2 (0H) + Cl-CO-CH, = CH,C1-CH S (0C0CH,) + HCl.Derartige Essigsäureester bilden sich auch direct bei der Einwirkungvon Acetylchlorid auf mehratomige Alkohole 1 :
C 3 H,
on
OH + 2C1-CO-CH, =OH
CoH,
ClClO-COCIL
+ ILO + OH-COCH,
Die Halogenatome sind in den Halogenhydrinen ebenso gebunden,wie in den Halogenalkylen, und demnach leicht beweglich. Man benutztdaher vielfach namentlich die Halogenhydrine des Aethylenglykols, umdie Oxäthylgruppe CH 2 (OH)-CH a in mannigfache Verbindungsformenüberzuführen, z. B.:
CH,(OH)-CH s Cl + KSH = CH,(OH)CH,-SH + KClCH a (OH).CH,Cl + Na 2 S0 3 = CH 2 (OH) • CH 2 • S0 8 Na + NaClCH,(OH)CH s Cl + NH(C,H„), = CH 8 (0H)-CH,.N(C S H B ) 2 .HC1
CH 2 (0U)-CH 2 C1 + N(CH 3 ) 8 = CH,(OH)-CH,
N(CH 3 ) 3
CHä(OH).CH,01 +
CO-OH,
ICNaH-CO,.C a H B
Cl/
CO-OH,
+ NaCl
CH,(OH)CH,-CHCO,-C,H,
etc.Bei der Einwirkung von Alkalien treten Halogenatome und Hydroxyl-gruppen gleichzeitig in Reaction; indem Hydroxylwasserstoff als Halogen-Wasserstoff abgespalten wird, entstehen Alkylenoxyde (vgl. S. 564):
CH,+ K-OH =
CH 2 C1
ICH.-Oll
CH 2 C1CH„Cl-CH-OH
4- K-OH
CH,
CH,C1
O + KCl + H,0
CII
ICH
0 + KCl + H 2 0 .
Die Geschwindigkeit dieser Beaction ist in einigen Fällen von Evans" mit Bezug* u ' die räumliehe Configuration der Molecüle untersucht worden. Als besondersinteressant sei hervorgehoben, dass durch Einfuhrung von Methylgruppen die Oxyd-bildung ausserordentlich begünstigt wird; CH„ • CH(OH) • CH,C1 wird viel leichter ind as entsprechende Oxyd Übergeführt, als CH 2 (QH)CH 2 C1; (CH 8 ) 8 C(C1)-CH,(0H) nochVl, 'l leichter als CH 3 -CH(0H)-CH 2 C1. Ein ähnlicher Einfluss der Alkylgruppen hatsich flir die Anhydridbildung von Dicarbonsäuren herausgestellt (vgl. Kap. 25 u. 26).
Durch nascironden Wasserstoff' (Natriumamalgam) können die Ha-lo genatome eliminirt werden; dadurch wird eine Ueberführung höher-*erthiger Alkohole in solche von geringerer Wertigkeit möglich 3 :
1 Lourenco, Ann. eh. [8] 67, 259 (1863).' Ztschr. f. physik. Chem. 7, 337 (1891).3 Loükenco, Ann. 120, 91 (1861). — Büfp, Ann. Suppl. 5. 249 (1867).