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Thioäthylenglykol, Diäthylendisulftd,
rend das „umgekehrte Sulfonal" (CjH 5 ) s C(SO s • CHg) s nicht anders wie das gewöhn"liehe Sulfonal wirkt, das Disulfon mit 4 Aethylgruppen (C,H 6 ),C(80j• C,H,) 2 dagegenunter allen bisher untersuchten Disulfonen die stärkste Wirkung zeigt. Man hatdaher Verbindungen als Schlafmittel einzuführen versucht, welche mehr Aethylgruppenals das Sulfonal enthalten 1 :
C2H5CH,
/SOj • C 2 H 6>C<
N30..CJL
Trional,
> C <
c 2 h/ N
S0 2 • C 2 H 6SO., • C.,H,
Tetronal;
doch scheinen dieselben dem Sulfonal gegenüber nicht erhebliche Vorzüge zu besitzen.
Unter den den «-Glykolen entsprechenden Schwefelverbindungen er-giebt sich als einfachster Repräsentant das Thioäthylenglykol 2 (Aethy-lenmercaptan) CH 2 (SH)-CH 2 (SH). Es entsteht in stürmischer Reactiondurch Einwirkung von alkoholischer Natriumsulfhydratlösung auf Aethylen-bromid, stellt ein farbloses Oel dar, welches bei 146° siedet und bei 24° dasspec. Gew. 1-123 besitzt, und zeigt die typischen Reactionen der Mercaptane.
Von Interesse sind die vom Thioglykol sich ableitenden Sulfide und Disulfide-
Das dem Aethylenoxyd entsprechende Sulfid \ a / ^ nicht bekannt, wohl at> rl
Polymere 3 desselben. Wenn-man Aethylenbromid nach und nach zu einer warmenalkoholischen Lösung von Schwefelkalium fliessen lässt, oder wenn man es mit con-centrirter wässriger Schwefelkaliumlösung längere Zeit zum Sieden erhitzt, so erhaltman weisse, amorphe, in Wasser, Alkohol und Aether unlösliche Substanzen, welchezwar die der Formel C S H 4 S entsprechende Zusammensetzung zeigen, in Anbetrachtihrer Löslichkeitsverhältnisse und ihrer Nichtfliichtigkeit aber zweifellos ein höheresMoleculargewicht — mindestens der Formel (C 2 IL,S) 3 , wahrscheinlich aber einerohöheren MuHiplum von C 2 H 4 S entsprechend — besitzen. Die Substanzen, obwo»äusserlicb sein- ähnlich, erweisen sieh je nach den Darstellungsbedingungen ver-schieden. Während die mit alkoholischer Alkalisulfidlösung gewonnene Substanbeim längeren Erhitzen für sich oder mit Lösungsmitteln — am besten bei i'"' 1 "ständigem schwachen Sieden mit Phenol (Siedepunkt 183°) — eine einfachere, krystalnsubare und destillirbare Substanz von gleicher Zusammensetzung liefert, erweist siclimit wässriger Schwefelkaliumlösung dargestellte Substanz denselben Einflüssen geg eüber als unveränderlich. Für die aus der spaltbaren Modification hervorgeheneinfachere Substanz ergiebt sich aus der Dampfdichtebestimmung die Molecu ■'
.CII 2 -<JII 2 vformel C 4 H 8 S 2 ; sie ist demnach als Diäthylendisulftd S< > s ll "
sprechen, ihr Molecül wird durch einen sechsgliedrigen Iting gebildet. Das Dlätnydisulfid ist ein farbloser Körper von ausserordentlicher Krystallisationsfähigkeit, 1 '"''unangenehm, schmilzt bei 111", siedet unzersetzt bei 200°, ist mit VVasserdämpw"leicht flüchtig und verdampft schon bei gewöhnlicher Temperatur merklich; in waist es wenig, in Alkohol, Aether etc. leicht löslich. El zeigt, die allgemeinen EH5 6sehat'ten der Sulfide, tritt mit Halogenen und Halogenverbindungen der Metall"
1 Pharma«. Centralhalle 1890, 608, 751.
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