Trimethylen-chlorid, -bromid, -Jodid.
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Addition von ßromwasserstoff an Allylbromid erhalten kann,ßeaction in zwei Riehtungen verlaufen kann:
Da diese
^r CH 3 -CHBr-CH 2 Br
CH,:CH-CH,Br + HBr =
>- CH,BrCH,;CH,Br
s «> kommt es für die Gewinnung des Trimethylenbromids auf die Ein-haltung bestimmter Bedingungen 1 an; wenn man das Allylbromid beiniederer Temperatur mit ßromwasserstoff sättigt, dann im verschlossenenGefäss bei 35—40° stehen lässt und das Sattigen und Stehenlassen solange wiederholt, bis der ßromwasserstoff nicht mehr absorbirt wird, soerhält man fast die theoretische Ausbeute an Trimethylenbromid, wel-ches völlig frei von Propylenbromid ist. — Trimethylenchlorid und -Jodidwerden aus dem Bromid durch Umsetzung mit Quecksilberchlorid Itezw.Jodkalium oder Jodnatrium oder aus dem entsprechenden Glykol (vgl.o. 569) durchErhitzen mit Chlor- bezw. Jodwasserstoffsäure gewonnen.
Trimethylenchlorid 2-3 CH 2 C1-CII 2 -CI1 2 C1 (um' Dichlorpropan) ist eine an-genehm riechende Flüssigkeit, siedet bei 120° und besitzt bei 18° das spec. Gew.1 -190. — Trimethylenbromid»-« Cli 2 Br-CH 2 -CH 2 Br siedet bei 165° und besitztbei 170 ,j as g p ec Gew. 1-974; durch Kochen mit Wasser wird es fast quantitativ1,1 l'i'imethylenglykol übergeführt, mit alkoholischem Kali liefert es Allyläthyläther;schon bei gelindem Erhitzen mit Zinkstaub und Alkohol wird ihm das Brom unter»udung von Trimethylen entzogen; beim Stehen mit Aluminiumbromid lagert esWeh in gewöhnliches Propylenbromid um. — Trimethylenjodid 3 - 8 C11 2 J-('I1.,-l W bleibt noch bei —20° flüssig, siedet bei 224° und besitzt bei 15° das spec.Gew. 2-576.
Die Constitution des Trimethylenbromids muss, da von den vier überhauptMöglichen Formeln einer Verbindung C 3 II 6 Br 2 :
CHBr 2
ICH,
Oll,
CH,
IOBr,
ICH,
CH 3
ICliBr
CH 2 Br
ICH,
CH,Br
'"' drei ersten schon für das Propylidenbromid, Bromacetol (S. 54.")) und Propylen-"omid (S. 546—547) als richtig erkannt sind, das Trimethylenbromid aber ver-mieden von diesen Verbindungen ist, durch die vierte Formel ausgedrückt werden,eiche sich auch seiner Entstehungsweise und seinen Umwandlungen aufs Beste,
an passt.
Unter den isomeren Dihalogenderivaten C 3 1I 6 X 2 zeigen die Trimethylen verbin-u ngen den höchsten Siedepunkt; darauf folgen die Propylenverbindungen, dann dieropyüdenvcrbindungen, während die dem Aceton entsprechenden Substanzen amfluchtigsten sind.
1 Reboul, Ann. eh. [5] 14, 470 (1878). — Lermontoff, Ann. 182, 358 (1876). —**i.enmeyer, Ann. 197, 169 (1878). — Roth, Ber. 14, 1351 Anm. (1881).
2 Reboül, Ann. eh. |5| 14, 460, 470 (1878).a Freund, Monatsh. 2, 638 (1881).
* Öebomoht, Ann. 158, 370 (1871). — Zander, Ann. 214, 176 (1882). — Nie-»Ebibt, Monatsh. 3, 838 (1882). - Gustavson, J. pr. [2; 36, 300, 303 (1887). —Heilste™ u . Wieoand, Ber. 15, 1497 (1882).
6 Perm», Ber. 18, 221 (1885). — Henry, Ber. 18, 519 (1885).