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Akrolein.
CH 2
in
CH 2
II
CH 2
in
I I i
CH 2 (OH) CHO CO-OH
als Akrolein, weil ihre Gegenwart als Ursache des äusserst scharfenGeruchs der Dämpfe erkannt ist, die sich beim Erhitzen von Fettenbilden.
Akrolei'n C 3 H 4 0 ist zuerst von Redtenbacher : genauer untersucht,nachdem schon früher einige Forscher unreines Akrolein als leicht flüch-tige Flüssigkeit aus den Destillationsprodukten von Fetten abgeschiedenhatten. Es entsteht aus den Fetten in Folge einer Zersetzung desGlycerins; während es kaum möglich ist, aus jenen Destillationsprodukteiireines Akrolein abzuscheiden, gelingt dies daher leicht, wenn man reinesGlycerin der Einwirkung von wasserentziehenden Mitteln — am bestenvon saurem Kaliumsulfat (s. unten die Darstellung) — unterwirft:
C 3 H 8 Ü 3 -2H 2 0 - C,H 4 0.Man versteht diesen Vorgang leicht, wenn man sich zunächst aus demGlycerin durch Wasserabspaltung einen ungesättigten Alkohol hervor-gehend denkt:
HCH- OH HCII
llC1H-OH = 2ILO+ C
iic ii- oh
HC-OH
welcher sich sofort in einen Aldehyd umlagern wird:
CH,:C:CH-On
CH,:CH-CHO,
da seine Hydroxylgruppe an ein ungesättigtes Kohlenstoffatom gebun-den ist (vgl. S. 476). Diese Bildungsweise ist es, welche stets zurDarstellung des Akrolelns verwendet wird. Theoretisch interessant isseine Entstehung durch Oxydation des Allylalkohols 2 und durch direcVereinigung von Aethylen mit Kohlenoxyd 3 :
C 2 H 4 + CO = C 3 II 4 0 ;letzterer Vorgang vollzieht sich — freilich in sehr geringem Umfang 1 -' -wenn Aethylen mit einer zur Verbrennung unzureichenden Menge baustoff im Eudiometer verpufft wird.
Darstellung des Akrole'ins 4 : Man destillirt ein Gemenge von 1 Tb.cerin, das vorher bei 170° entwässert wurde, und 2 Tli. Kaliumbisulfat, das in linsgrosse Stücke zerschlagen ist, aus einem geräumigen Gefäss — zweckmässig » us ,eisernen Retorte — in eine stark gekühlte Vorlage; dem halb wässrigen, halb o lgDestillat, welches erhebliche Mengen von schwefliger Säure enthalt, fügt m,in " _lange Bleiglätte zu, als dieselbe noch beim Umschütteln in weisses Bleisulfit v
1 Ann. 47, 113 (1848). 2 Cahoüks u. Hofmann, Ann. 102, 291 (1857).
3 E. v. Meyer, J. pr. [2] 10, 113 (1874). l4
4 Oedtheb u. Cabtkell, Ann. 112, 2 (1858). — Hühner u. Geütheb, Ann.35 (1859). — v. KoMBURfiii, Bull. 36, 549 (1881).