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1 (1893) Allgemeiner Theil - Verbindungen der Fettreihe
Entstehung
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Akrolein.

CH 2

in

CH 2

II

CH 2

in

I I i

CH 2 (OH) CHO CO-OH

als Akrolein, weil ihre Gegenwart als Ursache des äusserst scharfenGeruchs der Dämpfe erkannt ist, die sich beim Erhitzen von Fettenbilden.

Akrolei'n C 3 H 4 0 ist zuerst von Redtenbacher : genauer untersucht,nachdem schon früher einige Forscher unreines Akrolein als leicht flüch-tige Flüssigkeit aus den Destillationsprodukten von Fetten abgeschiedenhatten. Es entsteht aus den Fetten in Folge einer Zersetzung desGlycerins; während es kaum möglich ist, aus jenen Destillationsprodukteiireines Akrolein abzuscheiden, gelingt dies daher leicht, wenn man reinesGlycerin der Einwirkung von wasserentziehenden Mitteln am bestenvon saurem Kaliumsulfat (s. unten die Darstellung) unterwirft:

C 3 H 8 Ü 3 -2H 2 0 - C,H 4 0.Man versteht diesen Vorgang leicht, wenn man sich zunächst aus demGlycerin durch Wasserabspaltung einen ungesättigten Alkohol hervor-gehend denkt:

HCH- OH HCII

llC1H-OH = 2ILO+ C

iic ii- oh

HC-OH

welcher sich sofort in einen Aldehyd umlagern wird:

CH,:C:CH-On

CH,:CH-CHO,

da seine Hydroxylgruppe an ein ungesättigtes Kohlenstoffatom gebun-den ist (vgl. S. 476). Diese Bildungsweise ist es, welche stets zurDarstellung des Akrolelns verwendet wird. Theoretisch interessant isseine Entstehung durch Oxydation des Allylalkohols 2 und durch direcVereinigung von Aethylen mit Kohlenoxyd 3 :

C 2 H 4 + CO = C 3 II 4 0 ;letzterer Vorgang vollzieht sich freilich in sehr geringem Umfang 1 -' -wenn Aethylen mit einer zur Verbrennung unzureichenden Menge baustoff im Eudiometer verpufft wird.

Darstellung des Akrole'ins 4 : Man destillirt ein Gemenge von 1 Tb.cerin, das vorher bei 170° entwässert wurde, und 2 Tli. Kaliumbisulfat, das in linsgrosse Stücke zerschlagen ist, aus einem geräumigen Gefäss zweckmässig » us ,eisernen Retorte in eine stark gekühlte Vorlage; dem halb wässrigen, halb o lgDestillat, welches erhebliche Mengen von schwefliger Säure enthalt, fügt m,in " _lange Bleiglätte zu, als dieselbe noch beim Umschütteln in weisses Bleisulfit v

1 Ann. 47, 113 (1848). 2 Cahoüks u. Hofmann, Ann. 102, 291 (1857).

3 E. v. Meyer, J. pr. [2] 10, 113 (1874). l4

4 Oedtheb u. Cabtkell, Ann. 112, 2 (1858). Hühner u. Geütheb, Ann.35 (1859). v. KoMBURfiii, Bull. 36, 549 (1881).