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1 (1893) Allgemeiner Theil - Verbindungen der Fettreihe
Entstehung
Seite
252
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amm wirkt in dieser Reaction gleichsam als wasserentziehendes Agensund führt die Säure in das Essigsäureanhydrid über, z. B.:CH 3 -NC + 2CH 3 -CO-OH = CH.NH-CHO + (CH 8 • CO),0.Gegen Alkalien sind die Carbylamine sehr beständig. Mit Quecksilber-oxyd liefern sie unter anderen Oxydationsprodukten Isocyansäureester:

CH 3 .NC + 0 = CH 3 .N:CO.Die Carbylamine sind isomer mit den später zu besprechendenAlkylcyaniden oder Nitrilen; sie führen daher auch die BezeichnungenIsocyanide oder Isonitrile. Die Isomerie der beiden Körperklassenwird durch die Formeln:

ClAn + 1 ■ NC

und

CuH 2n + i-C N

Isonitrile Nitrile ^^^^^^^^^^^

ausgedrückt. In beiden Fällen besteht das Molecül aus einem Alkylrestund einer einwerthigen, aus einem Kohlenstoff- und einem Stickstoffatombestehenden Gruppe (Cyangruppe). Während aber in den Isonitrilen derStickstoff dieser Gruppe an den Alkylrest gebunden ist, wird bei denNitrilen der Alkylrest vom Kohlenstoffatom festgehalten. Diese Deutungdes Constitutionsunterschiedes wird durch das Verhalten der Isomerengeboten. Es wird bei der Besprechung der Nitrile hervortreten, dassm ihren Zersetzungen der Alkylrest mit dem Kohlenstoff der Cyangruppezusammen bleibt, während das Stickstoffatom — frei von Kohlenstoff-atomen — als Ammoniak austritt. Umgekehrt wird bei den Isonitrilender Stickstoff in Verbindung mit dem Alkylrest als primäres Amin ab-gespalten, während sich andererseits eine nur ein Kohlenstoffatom ent-haltende Verbindung - die Ameisensäure — bildet (s. S. 251). Auch dieBildung der Isonitrile nach der HoFMAHw'schen Reaction aus den pri-mären Aminen, welche schon die Combination des Alkylrestes mit dem■Stickstoff enthalten, einerseits und einer Monocarbonverbindung — demlilorolorm — andererseits stützt diese Auffassung. lieber die Art derBindung.des isohrt stehenden Kohlenstoffatoms in den isonitrilen bestehenverschiedene Auffassungen; einige nehmen an, das Kohlenstoffatom fungiredarin zweiwerthig:

in

-N :

II

C,

andere sehen in den Isonitrilen Verbindungen mit zwei ungesättigtenKohlenstoffvalenzen:

in IVC nW 2 „ + i — N = C < ;

am gebräuchlichsten ist die Ableitung von funfwerthigem Stickstoff im

Sinne der Formel:

C n H 2n + 1 -N ('.

10 Thrill! 1 W Carbyl T hl CHa-NC Siedet bei 60 ° und "W sich bei 15» in etwaUyl^in ru' ^^^ylamin C 2 H 5 -NC siedet bei 7s», [aopropyl-b r " -'» , -' (,, .- N( - bei 87 °' Isobutylcarbylamin C 4 H • NC bei 114

117 (spec. Gew. bei 4» 0-737), Isoamylcarbylamin <Ml„.N< bei 187».