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1 (1893) Allgemeiner Theil - Verbindungen der Fettreihe
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4. Ester der Säuren des Phosphors und Arsens.

Die neutralen Ester der phosphorig-enSiiuretAlkylphosphite) 1 P(0-C n H. 2n+I ) 3entstehen durch Einwirkung von Phosphortrichlorid auf Natriumalkylate:

PCL, 4- 3NaO-C n H 2n +1 = P(0 C n H, n +1 ) 8 + 3NaCl.

Triäthylphosphit: P(0-C 2 tl 3 ) 3 siedet bei 191°, besitzt bei 15° das spec. Gew. 1-075,necht angenehm ätherisch und geht leicht durch freiwillige Oxydation in Triäthylphos-phat: PO(0'CjH 8 ) 8 über. Beim Eintragen von Phosphortrichlorid in Alkoholeentstehen sehr unbeständige Estersäuren 2 , monalkylphosphorige Säuren( C nH 2n + 1 .0)P(OII) 2 , Z.B: '

PCL, + 3C 2 H 6 -OH = (C 2 H s -0)P(OH) 2 + 2C 2 H,-C1 + HCl.Sie sind isomer mit den Phosphinsäuren (C n II 2n + !)PO(OH) 2 (vgl. S. 265). Ihre-'hloride 3 : (C n H 2n + x 0)PC1 2 bilden sich, wenn man Alkohole in die äquivalenteMenge Phosphortrichlorid einfliessen lässt:

PCL, + 0HC,H 8 = HCl + PC1j-0-C,Hj.

^as Aethoxylphosphordichlorid (Aethylphosphorigsäure-Chlorid): PC1 2 (0 C a 11,)siedet bei 117° und wird von Wasser heftig unter Bildung von phosphoriger Säure,Sa lzsäure und Alkohol zersetzt. Diäthylphosphorige Säure 4 : (C 2 IL,-0) 2 P-OHentsteht durch Auflohen von Phosphoroxyd (P 4 0) in Alkohol, wobei eine heftige, durclistarke Abkühlung zu mässigende Reaction eintritt; sie bildet eine farblose, schwach saure,; n °blauchartig riechende Flüssigkeit, deren Dampf giftig wirkt; im Kohlensäurestrom^edet sie ohne Zersetzung bei 184185°; ihr spec. G-ew. beträgt 1-075 bei 15-5°.0r » Wasser wird sie leicht in Alkohol und phosphorige Säure zersetzt.

Ester der Unterpliospliorsäure 6 , wie z. B. (C 2 H,,) 4 P 2 0 6 , sind durch Einwirkung0n Jodalkylcn auf unterphosphorsaures Silber erhalten worden. Es sind dicke, färb-te Flüssigkeiten, welche nicht unzersetzt destillirt werden können und beim Kochenlt Wasser in Alkohol, phosphorige Säure und Phosphorsäure zersetzt werden.

Ester der Phosphorsäure 6 : Bei der Einwirkung von starker Phosphorsäure1 ''>' von Phosphoroxychlorid (P0C1 8 ) auf Alkohole bilden sich je nach den Mengen-r naltnissen und Bedingungen der Einwirkung Monoalkylphosphorsäuren^a H Jn + i-0)PO(OH)j, Dialkylphosphorsäuren (C n H, B + t 0),PO OH oder Tri-p. y'ptösphate (C n H Jn + t 0) 8 PO. Die Estersäuren sind syrupöse, geruchloseussigkeiten, ihre Salze sind krystallisirbar; die Salze der Dialkylphosphorsäuren sindenter löslich als diejenigen der Monoalkylphosphorsäuren. Die neutralen Ester,el| e auch durch Einwirkung von Halogcnalkylcn auf phosphorsauros Silber ent-gehen, sind destillirbare Flüssigkeiten. Trimethylphosphat PO(0>CH), siedet«Y«7-2°nd begitzt a. spec. Gew. 1-2378 bei 0°; Triäthylphosphat PO(0-C,H ,i,le «et bei 215° und besitzt bei 12° das spec. Gew. 1-072.

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