Älkylester der Mineralsäuren.
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als Ester; im Sprachgebrauch wird diese zweckmässige Unterscheidungfreilich leider nicht immer festgehalten, wie die ihr widersprechendensehr gebräuchlichen Bezeichnungen Salpeteräther (für C 2 H 5 -0-N0 2 ).Essigäther (C 2 H 5 • 0 • 00 ■ CH 3 ) u. a. zeigen. Die Ester können einerseitsals Alkoholabkömmlinge aufgefasst werden, welche das Wasserstoffatomder alkoholischen Hydroxylgruppe durch ein Säureradical ersetzt ent-halten, z. B. C 2 H 6 -0-NO, C 2 H 6 -0-N0 2 (aus C 2 H 5 -OH) u. s. w. Siekönnen ebenso gut als Abkömmlinge der Säurehydrate angesehen werden-— entstanden durch Eintritt eines Alkoholradicals in die Hydroxylgruppedes Säuremolecüls: NO-0-C 2 H 6 (aus NO-OH), N0 2 -0-C 2 H. (aus N0 2 -OH).Der Alkylrest ist in ihnen auf gleiche Weise gebunden, wie das■Metallatom in den Salzen der Säuren; die Ester erscheinen gewisser-massen als die „Alkylsalze" der Säuren. Diese Auffassung ihrer Con-stitution findet ihre Begründung hauptsächlich in der Bildung der Esterdurch doppelte Umsetzung zwischen Metallsalzen und Halogenalkylen:
S0 2 (0-Ag) 2 + 2C 2 1I S J = 80,(0 -CjH,,), + 2AgJ.
Alle anderen Bildungsweisen und Reaetionen stehen mit derselben imbesten Einklang, wie unten hervortreten wird.
Von mehrbasischen Säuren können sich mehrere Arten von Esternableiten, je nachdem die Hydroxylgruppen des Säuremolecüls säinnitliclioder nur zum Theil esterificirt sind, z. B.:
0-C n H, tt + 1 .
"•*'n"'2n + l-
S0 2 und S0 2
().C n H 2n + 1 . "oll.
■'-Hi letzteren Falle, wenn nicht in alle Hydroxylgruppen Alkylreste ein-getreten sind, enthalten die Verbindungen noch Wasserstoffatome, welchedurch Metallatome vertretbar sind. Sie besitzen demnach noch Säure-charakter, man bezeichnet sie daher als „Estersäuren" und unter-scheidet von ihnen die vollständig esterificirten Verbindungen als „neu-trale Ester". Estersäuren und neutrale Ester stehen zu einander indemselben Verhältniss, wie saure und neutrale Salze.
Bildungswciseil. Die Ester entstehen oft direct aus den Alko-holen und Säurehydraten durch Wasserabspaltung, z. B.:
C,H 6 -0 II + Oll- NO, = H 2 0 + C,H B -0-NO,.
^ a indessen das in der Reaction entstehende Wasser umgekehrt wiederein e Spaltung des Esters in seine Componenten:
C 2 H 5 -O.NO, + II 2 0 = C,H 8 -OH + NO,-OB2U bewirken sucht, so erfolgt eine solche rCsterificirung bei Anwendungv ° n äquivalenten Mengen niemals vollständig, sondern schreitet nur bis^ Ur Herstellung eines bestimmten Gleichgewichtszustandes zwischen; ikohol, Säure, Ester und Wasser vor. (Näheres hierüber vgl. in Kap. 10,• Abschn. unter „Älkylester der Fettsäuren".) Ein Uebersrhuss eines
der
m Reaction tretenden Bestandteile erhöht die Ausbeute. Aus