Druckschrift 
Kurzgefasstes Lehrbuch der Chemie : für Mediziner und Pharmazeuten ; organischer Teil
Entstehung
Seite
626
URN (Seite)
  
Einzelbild herunterladen
 

626

Chininum sulfuricum.

durch Trocknen bei 100° höchstens 10% an Gewicht verlieren. VorLicht geschützt aufzubewahren.

Chininum hydrochloricum, Chininliydrochlorid,C 20 H 24 N 2 O 2 .HC1.2H 2 O.Gehalt an Chinin 81,72%. Weisse, nadeiförmige Kristalle. Cbinin-hydrochlorid schmeckt bitter und gibt mit 3 T. Weingeist und mit 34 T.Wasser farblose, neutral reagierende, nicht fluoreszierende Lösungen.5 ccm der wässerigen Lösung (1 + 999) werden durch Zusatz von 1 ccmChlorwasser und von Ammoniakflüssigkeit im Ueberschusse grüngefärbt.In der wässerigen Lösung (1 + 999) ruft verdünnte Schwefelsäure einestarke blaue Fluoreszenz hervor. Die wässerige, mit Salpetersäureangesäuerte Lösung des Chininhydrochlorids gibt mit Silbernitrat-lösung einen weissen Niederschlag. Die wässerige Lösung (1+49)darf sich durch Baryumnitratlösung nur sehr wenig (Schwefelsäure),durch verdünnte Schwefelsäure gar nicht trüben (Baryumsalze). 0,05 g( hininhydroehlorid dürfen sich in 1 ccm Schwefelsäure mit höchstensblassgelblicher Farbe lösen; in 1 ccm Salpetersäure müssen sich 0,05gChininliydrochlorid dagegen ohne Färbung lösen. 1 g Chininhydro-chlorid muss sich in 7 ccm einer Mischung aus 2 Raumteilen Chloro-form und 1 Raumteil absolutem Alkohol vollständig lösen (fremdeAlkaloide). Chininhydrochlorid darf durch Trocknen bei 100° höchstens9,1% an Gewicht verlieren und beim Verbrennen höchstens 0,1 %Rückstand hinterlassen. Vor Licht geschützt aufzubewahren.

Chininum sulfuricum, Chininsulfat, (C H 24 N 2 0 2 ) 2 .H 3 S0 4 .8H 2 0. istinfolge seiner stark fiebertreibenden Wirkung eines der wichtigstenArzneimittel. Chininsulfat darf bis 1% Nebenalkaloide enthalten, Gehaltan Chinin mindestens 72,1%, Weisse, feine, leicht verwitternde Kristall"nadeln. Chininsulfat schmeckt bitter und jiibt mit 6 T. siedendemWeingeist, v00 T. Wasser von 15" und 25 T. siedendem Wasser farb-lose, neutral reagierende, nicht fluoreszierende Lösungen. 5 ccm derkalt gesättigten wässerigen Lösung werden durch Zusatz von I ccmChlorwasser und von Ammoniakflüssigkeit im Ueberschusse grün-gefärbt. In der wässerigen Lösung (1+999) ruft 1 Tropfen verdünnteSchwefelsäure starke blaue Fluoreszenz hervor. Die wässerige, mitSalpetersäure angesäuerte Lösung gibt mit Baryumnitratlösung einenweissen Niederschlag. Die wässerige, mit Salpetersäure angesäuerteLösung darf durch Silbernitrat nicht verändert werden (Salzsäure)-0,05 g Chininsulfat dürfen sich in 1 ccm Schwefelsäure mit höchsten»blasssrelblicher Farbe lösen: in 1 ccm Schwefelsäure müssen sich O.On gChininsulfat dagegen ohne Färbung lösen. 1 g Chininsulfat löse siciin 7 ccm einer Mischung aus 2 Raumteilen Chloroform und 1 Raumteiabsolutem Alkohol bei kurzem Erwärmen auf 40 bis 50° vollständig)diese Lösung bleibe auch nach dem Erkalten klar (Zucker, fremde