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Vulkanisiertes Kautschuk.
Methan, Butylen, Trimethyläthylen und andere Kohlenwasser-stoffe (KautschukOl), letztere sind: Isopren, C 5 H 8 (Siedepunkt 33°),Kautschin, C 10 H 16 (Siedepunkt 176°), und Heven, C 15 H 24 (Siede-punkt 255—265°).
Das aus dem Terpentinöl (s. S. 548) und auch auf syn-thetischem Wege darstellbare Isopren C 5 H 8 (s. S. 376), kann mandurch längere Einwirkung von bei 0° gesättigter Salzsäure oderdurch Erhitzen mit Eisessig in einem geschlossenen Eohre etwasüber 100° in eine mit dem Kautschuk identische Masse ver-wandeln: Synthetisches Kautschuk.
Ueber die Konstitution des Kautschuks siehe S. 376.
Das natürliche Kautschuk lässt sich wegen seiner ungleich-massigen Beschaffenheit und wegen der verschiedenen Bei-mengungen aus dem ursprünglichen Milchsaft nicht direkt aufKautschukwaren verarbeiten, sondern muss vorher gereinigt undin geeigneter Weise vorbereitet werden.
Da das gereinigte Kautschuk unter 0° hart und schongegen 50° weich wird, so lässt es sich deswegen für verschiedeneZwecke nicht verwenden. Wird es dagegen in geeigneter Weisemit Schwefel verbunden, so verlieren sich nicht allein diese un-angenehmen Eigenschaften, sondern es wird auch, unbeschadetseiner Elastizität und Dehnbarkeit, gleichzeitig widerstandsfähigergegen Lösungsmittel und chemische Agentien. Dieses sogenanntegeschwefelte oder vulkanisierte Kautsclmk wird entweder durchdirekte Vereinigung- von Kautschuk und Schwefel hergestelltoder durch Behandeln des Kautschuks mit Schwefelverbindungen,welche leicht einen Teil ihres Schwefelgehaltes abgeben (Chlor-schwefel, Kaliumpolysulfid , l.
Ausser Schwefel enthält das Kautschuk häufig noch andereStoffe zugesetzt, teils zum Färben teils zum Beschweren des-selben dienend, wie Kreide, Zinkoxyd, Bleiweiss, Zinnober,Fünffach-Schwefelantimon, Talkpulver, Schwerspat usw.
Für besondere Zwecke setzt man auch Schellack, Harz>Sand. Schmirgel usw. zu.
Vulkanisiertes Kautschuk ist elastisch, biegsam, grau, wirdbeim Erwärmen nicht klebrig und beim Abkühlen unter 0° nichthart. In dem Weichkautschuk sind zwei und mehr Prozent Schwefelchemisch gebunden (bei Anwendung von S 2 C1 2 als Suli'ochlorid)und 5 bis 15 Prozent mechanisch beigemengt. Den mechanisch bei-gemengten Schwefel entzieht man durch Kali- oder Natronlauge,sowie durch Schwefelkohlenstoff, Terpentinöl und Benzol. Sein'lange aufbewahrt und längere Zeit erhitzt, wird das vulkanisierteKautschuk, zumal wenn es stark geschwefelt ist, hart und spröde-