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Ammoniakgummi.
verändert und durch Eisenchloridlösung- braun gefärbt wird. BeimVerbrennen darf Podophyllin höchstens 0,5°/ 0 Rückstand hinter-lassen.
III. Gummi- oder Schleimharze.
Die Gummi- oder Schleimharze stellen Gemenge dar vonHarz, Pflanzenschleim, geringen Mengen fermentartiger Stoffeund ätherischem Oel. Man gewinnt sie durch Eintrocknenlassendes freiwillig oder infolge von Einschnitten aus verschiedenenPflanzen ausfliessenden Milchsaftes. Beim Zusammenreiben mitWasser geben sie eine trübe, milchartige Flüssigkeit. In Alkoholsind sie nur teilweise löslich, indem der Pflanzenschleim hierbeinicht in Lösung geht.
Die wichtigsten sind nach dem D.A.B. V folgende:
1. Ammoniakgummi, Ammoniacum, ist das Gummiharz von Dorema
ammoniacum Don und anderen Arten der Gattung Dorema. Esbesteht aus losen oder zusammenhängenden Körnern oder ausgrösseren Klumpen von bräunlicher Farbe. In der Kälte ist esspröde, in der Wärme erweicht es, ohne klar zu schmelzen. Eigen-artiger Geruch. Bitterer, scharf und würziger Geschmack. Diebeim Kochen mit 10 T. Wasser entstehende trübe Flüssigkeit färbtsich durch Eisenchloridlösung schmutzig-rotviolett. — Ammoniak-gummi darf beim Verbrennen höchstens 7,5% Rückstand hinter-lassen.
2. Asant, Asa foetida. Das Gummiharz asiatischer Ferula-Arten, na-
mentlich von Ferula assa foetida Linne, Ferula narthex Boissierund Ferula foetida {Bunge) Regel. Asant besteht entweder auslosen oder verklebten Körnern oder aus grösseren Klumpen mitgelbrauner Oberfläche und weisser Bruchfläche, die bald rot an-läuft und allmählich braun wird. Asant riecht durchdringendknoblauehartig und schmeckt bitter und scharf. 1 T. Asant gibtbeim Verreiben mit 3 T. Wasser eine weissliche Emulsion, die aufZusatz einiger Tropfen Ammoniakflüssigkeit eine gelbe Farbeannimmt. Der beim vollkommenen Ausziehen von Asant mitsiedendem Weingeist hinterbleibendc Rückstand darf nach demTrocknen bei 100° höchstens f)0% der ursprünglichen Masse be-tragen. Asant darf beim Verbrennen höchstens 15% Rückstandhinterlassen.
3. Oalbanum, Galbanum, Mutterharz, ist das Gummiharz nordpersischer
Umbelliferen, besonders von Ferula galbaniftua Boissier et Buhse.Lose oder zusammenklebende Körner von bräunlicher, oft schwachgrünlicher Farbe oder eine ziemlich gleichartige, braune, leicht