Laurineenkampfer.
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Laugenschicht klar geworden ist, so darf die darauf schwimmendeOelschicht höchstens 4 ccm betragen, was einem Mindestgehaltevon 20°/ 0 Phenolen (Thymol und Carvacrol) entspricht.
Weitere ätherische Oele wurden schon früher an anderer Stellekurz erwähnt.
Kampferarten.
Die Kampferarten sind flüchtige, eigentümlich riechende,krystallisierbare Pflanzenstoffe, welche aus Kohlenstoff, Wasser-stoff und Sauerstoff bestehen und sich meist bei der Abkühlungsauerstoffhaltiger ätherischer Oele oder beim Stehen derselbena n der Luft ausscheiden. Die wichtigsten und am besten be-kannten Kampferarten sind der Laurineenkampfer {Recht*-Kampfer) und der Borneokampfer {Rechts-Borneol).
Laurineenkampfer, Kampfer, Japankampfer, Camphora,
Der Laurineenkampfer, gewöhnlich kurzweg „Kampfer"genannt, kommt in allen Teilen des in China und Japan ein-heimischen Kampferbaumes Laurus Camphora s. Cinnamomum,Camphora s. Camphora ofpeinarum vor und wird hieraus durchSublimation gewonnen. In den älteren Bäumen findet sich derKam P f er meist fest/ krystallisiert (2 bis 3»/ 0 ). Die jüngerenßäume hingegen enthalten in den Zweigen und Blättern nurKampferöl, ein Gemisch von Dipten, C, 0 H 16 , mit Laurineenkampfer^d anderen Stoffen. Wahrscheinlich entsteht in den alterenBäumen der Laurineenkampfer erst allmählich durch Oxydationde s Diptens bzw. durch Umwandlung eines in den Oelzellen ge-bildeten ätherischen Oeles.
Der Kampfer bildet sich, wie erwähnt, durch Oxydationv °n Kampferöl, ferner durch Oxydation des d-Borneols, Borneo-kampfers (s. S. 531), mit Salpetersäure. Synthetisch erhält manlh « u. a. durch Behandeln von Terpentinöl mit Kaliumperman-ganat, durch Oxydation von Cymol, durch Oxydation von rechts-drehendem Camphen (s. S. 540) mittels Platinmohr oder Chrom-säure
Bei der Einwirkung oxydierender Agentien auf verschiedeneätherische Oele entstehen gleichfalls Produkte von der Zusammen-setzung und den wesentlichen Eigenschaften des Laurineen-