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Skatolcarboosäure.
Seidenglänzende Blättchen, wenig löslich in kaltem, leichtlöslich in heissem Wasser, vom Schmelzpunkt 250°. Trypto-phan ist in wässriger Lösung linksdrehend, in alkalischerrechtsdrehend. Bei 12stündigem Erhitzen mit 25°/ 0 iger Salz-säure auf 170° bildet sich inaktives Tryptophan. WässrigeTryptophanlösung wird bei vorsichtigem Zusatz von Chlor-und Bromwasser rotviolett gefärbt, auf Zusatz von etwas Form-aldehydlösung und ferrisulfathaltiger konzentrierter Schwefel-säure blauviolett.Skatolcarbonsänre, C 9 H 8 N-COOH, bzw. Indolessigsäure,C 8 H 6 N-CH,-COOH,bildet sich bei der Fäulnis von Eiweiss und Blutfibrin. Kleine,in heissem Wasser schwer, in Alkohol und Aether leicht lös-liebe Blättchen vom Schmelzpunkt 164°. Die heisse wässrigeLösung (1:1000) nimmt beim gelinden Erwärmen mit wenigEisenchlorid eine violette Färbung an.
Skatolesslgsäure, C 9 H 8 N-CH 2 -COOH, bzw. Indolpropionsäure,C 8 H 6 N-CH 2 -CH 2 -COOH,ist ebenfalls ein Produkt der Eiweissfäulnis. SechsseitigeTäfelchen vom Schmelzpunkt 134°. Die durch Eisenchloridin der wässrigen Lösung hervorgerufene weissliche Trübungfärbt sich beim Erwärmen ziegelrot.
IL Benzolderivate mit zwei oder mehrerenBenzolkernen.
a) Verbindungen der Diphenylgruppe.
In den Verbindungen der Diphenylgruppe kommen zweioder mehrere Benzolkerne vor. Dieselben sind entweder direktoder indirekt, d. h. durch Vermittelung anderer Kohlenstoff-atome, durch je eine Affinität miteinander verbunden, z. B- :
CaHj /C 9 H 5 /CpHi; CH\j. CgH 5
| CH 2 CH_CH 3 |
C fi H r> M3cH 4 '»CjHj CH 2 .C fi H 5
Diphenyl Diphenylmethan Diphenyläthan Dibenzyl.
Dipheuyl, Phenylhemol, Ci 2 H 10 =C fl H 5 .C 6 H 57 kommt in den zwi-schen 240 und 260° siedenden Anteilen des Steinkohlenteers