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Kurzgefasstes Lehrbuch der Chemie : für Mediziner und Pharmazeuten ; organischer Teil
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387
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Steinkohlonteer.

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gehören der Pyridin- und Chinolinreihe an, die saueren Bestand-teile sind wesentlich Phenole.

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CH

f\CH CH

I IICH CH

CH

Benzol, C 6 H fi .Siedep. 80-81°.

CH

\

CH CHI IICH C.CH,

\/CH

Toluol, C 7 H 8 .Siedep. 111°.

CH CH

\/\

CH C CH

CH C

CH

CH

/\C CH

II IC CH

CH

CH

\ H

CH C C

I II I

CH C 0

\/ h

CH

Anthracen, Ci 4 Hj 0 .Siedep. 351°.Schmp. 213°.

CH

CH CHI II

CH C.OH

CHICH

CH CH

Naphtalin, C 10 H 8Siedep. 218°.Schmp. 79°.

CH

/\CH CH

I II

CH CH

\/N

Pyridin, OgH.N.Siedep. 115».

C.CH 3

CH

IIC.OH

CH

Phenol, CH 5 .OH,Siedep. 183°.Schmp. 43°.

CH

m-Kresol, C 7 H 7 .OH,

bildet mit den beiden Isomeren und einigen

Homologen das Kresol des Handels.

Steinkohlenteer findet in geringem Umfange Verwendungzum Anstrich, .Imprägnieren, zur Herstellung von Dachpappe,z ur Russ- und Brikettfabrikation, auch wohl zu Heizungszwecken,besonders aber zur Darstellung des basischen Futters für Kon-verter bei der Flusseisenfabrikation (S. I. T. S. 479). Die Haupt- fm «nge des Steinkohlenteers wird der Destillation unterworfen,Ul » die Zwischenprodukte zur Herstellung von künstlichen Farb-stoffen, Arzneimitteln u. s. w. zu gewinnen. Dabei fallen Pro-dukte ab, welche für die meisten der erwähnten Verwendungs-weisen geeigneter sind, als dieser selbst.

Der Teer muss für die Destillation durch längeres Lagern,nötigenfalls auch durch schwaches Erwärmen, möglichst voll-ständig entwässert werden, dann wird er in die Blasen (Fig. 20)