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Leuchtgasfabrikation.
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auf beginnende Weissglut erhitztem Ofen liegen. Das zumHeizen des Gasofens dienende Gas wird aus einem Teil des beider Leuchtgasfabrikation entstehenden Koks in Generatoren ge-wonnen, tritt aus denselben noch heiss unter die Retorten undwird mit vorgewärmter Luft verbrannt. Zum Vorwärmen derLuft benutzt man die Hitze der den Gasofen verlassenden Ver-brennungsgase. Ausser dem Leuchtgase entsteht noch Teer,Ammoniakwasser und Koks, der in der Retorte zurückbleibt.Lieser wird zum Teil noch heiss zur Füllung der Generatorenvorwendet, der Rest wird mit Wasser abgelöscht und verkauftoder zur Fabrikation von Wassergas (I. T. S. 25) benutzt, welchesmit dem Leuchtgas gemischt werden kann.
Die flüchtigen Destillationsprodukte gelangen aus den Re-torten zunächst in die über dem Ofen verlaufende Vorlage, inder die Hauptmenge des Teers kondensiert wird. Dann wirddas Leuchtgas in Rohrleitungen und besonderen, mit Wasserberieselten Apparaten vollends gekühlt, wobei weitere MengenTeer und Ammoniakwasser gewonnen werden; der Rest desAmmoniaks wird dem Gase durch Waschen mit Wasser ent-zogen. Darauf wird das Gas zweckmässig nach dem JhiebschenVerfahren mit einer Eisensalzlösung gewaschen, um die Cyan-v crbindungen daraus zu gewinnen (S. 311) und muss nun nochentschwefelt werden. Der Schwefel ist in dem Leuchtgas haupt-sächlich in Form von Schwefelwasserstoff' und Schwefelkohlen-stoff enthalten und wird dem Gase jetzt meist mit Hilfe vonEisenhydroxyd entzogen, das, auf Hürden ausgebreitet, in breiten,Aachen Eisenkästen in den Gasstrom eingeschaltet wird. DasEisenhydroxyd oxydiert, den Schwefelwasserstoff und geht all-mählich in Schwefeleisen über:
2Fe(OH) 3 + 3H 2 S = S + 2FeS + 6H 2 0Eisenhydroxyd Schwefel- Schwefel Schwefel-wasserstoff eisen.
Lässt man die feuchte Gasreinigungsmasse an der Luftbogen, so wird sie regeneriert:
2FeS + 3 0 +Schwefeleisen Sauerstoff
3H 2 0 = 2S + 2Fe(OH) 3
Schwefel Eisonhydroxyd.
Die Gasreinigungsmasse kann mithin wiederholt benutztw «Tden; hat sie sich genügend an Schwefel angereichert, sow ird sie entweder zur Fabrikation von Schwefelsäure oder zurGewinnung von Schwefel durch Extrahieren mit Schwefelkohlen-stoff benuzt.
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Partlieil, Organische Chemie. 0 SJj>
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