Xanthogensäure.
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Chlorkohlensäuremethylester, Cl.CO.OCH 3 , siedet bei 71,4°,Chlorkohlensäureftthylester, Cl.CO.OC 2 H 5 , bei 93°. In der Kohlen-säure und ihren Estern lässt sich Sauerstoff durch Schwefelersetzen. Zu den so entstehenden Thioderivaten gehören dieTrithiokohlensäurcester und die Xanthogensäure.
Trithiokohlensäureester erhält man durch Einwirkung vonJodalkyl auf die Salze der Trithiokohlensäure:
CSgKg + 2C 2 H 3 J = 2KJ + CS(SC 2 H 5 ) 2Kaliumtrithiocarbonat Trithiokohlensäureäthylester.
Kaliumtrithiocarbonat, CS3K2 , entsteht aus Kaliummonosulfid undSchwefelkohlenstoff:
K 2 S + CS 2 = CS 3 K 2 .
Mittels Salzsäure lässt sich aus dem Kaliumtrithiocarbonat die freieTrithiokohlensäure als rotbraune, ölige, in Wasser unlösliche, leicht zersetz-üche Flüssigkeit ausfällen.
/OC 2 H 5Xanthog-ensäure, Aethylsulfotliiokolilensäure, C=S ; leitet
^SH/OHsich von der hypothetischen Snlfthiokolüensäure, C=S , ab.
X SH
X>C 2 H 8
Xanthogensaures Kalium, C=S
S SK
erhält man, wenn man
^ T. Kaliumhydroxyd in 6 T. absolutem Alkohol löst und 3 T.
Schwefelkohlenstoff hinzufügt:
CS 2 + KOH + C 2 H 5 .OH = H 2 0 + C 2 H 5 .O.CS.SKSchwefel- Aetzkali Alkohol Xanthogensaures
k ohlenstoff Kalium.
Xanthogensaures Kalium bildet farblose oder schwach gelb-liche, seideglänzende Nadeln, die leicht in Wasser, schwer inAlkohol, nicht in Aether löslich sind. Verdünnte Schwefelsäurescheidet daraus die freie Xanthogensäure als schweres, farb-loses, leicht zersetzliches Oel ab. Kupferoxydsalze erzeugeneinen braunschwarzen Niederschlag von Cuprixanthogenat, derS1 «h aber sofort in die schön gelben Flocken des Cuproxantho-genates verwandelt. Diese Reaktion hat den Namen „Xanthogen-säure" veranlasst.
In ammoniakalischer Lösung von Nickeloxydulsulfat ruftxanthogensaures Kalium einen rotbraunen Niederschlag hervor.Diese Reaktionen der Xanthogensäure können zum Nachweisv on Schwefelkohlenstoff verwendet werden.
Xanthogensaures Kalium hat Verwendung als Reblausver-t'lgungsmittel gefunden. Das Natriumsalz der Cellulosexanthogen-säure dient als Viskose bei der Fabrikation der Kunstseide.