Fehling'sche Lösung.
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Lösung ist mit Schwefelwasserstoff auf Schwermetalle, mit Salpetersäureund Silbernitrat auf Chloride zu prüfen. Zur Feststellung- des rich-tigen Säuregehaltes wird 1 gr in 1 cc Wasser durch Erwärmen imWasserbade gelöst, die Lösung mit 20 cc kaltem Wasser verdünnt undmit Phenolphtalei'n und Normalkalilauge titriert. Zur Rötung sollen5—7,5 cc Normalkalilauge erforderlich sein.
Kupfertartrat, (CH(OH).COO) 3 Cu + 3H 2 0, fällt als bläulich-grünerkrystallinischer Niederschlag, wenn man eine Lösung von Kupfersulfatmit der äquivalenten Menge Kaliumtartratlösung mischt. In Wasserist das Kupfertartrat wenig löslich, in Alkalilauge und in Ammoniaklöst es sich leicht zu tiefblau gefärbten Flüssigkeiten, welche complexeSalze enthalten. So enthält die Fehlingsche Lösung Kupferalkalitartratneben überschüssigem Alkali. Derartige Kupferalkalitartrate lassensich auch krystallisiert erhalten; man kennt z. B. ein Kupfernatrium-
/LCH.COONatartrat, Cu | + 2H 2 0. In wässriger Lösung ist dieses
"-O.CH.COONa /LCH.COO
Salz in Na und das komplexe Anion Cu I ionisiert, denn
XLCH.COOerstens ist das Cu durch die. gewöhnlichen Reagentien, z. B. durchAlkali nicht als Hydroxyd fällbar, und zweitens wandert daraus dasKupfer bei der Elektrolyse an die Anode.
Alkalische Kupfertartratlösung, SolutioCupritartariciiiatronata,'aast das D. A. B. bei Bedarf durch Mischen einer Lösung von 3,5 grKupfersulfat in 30 cc Wasser mit einer Lösung von 17,5 gr Kaliumnatrium-tartrat in 30 cc Wasser, welche zuvor mit 40 gr Natronlauge versetztist, bereiten.
Fehling'sche Lösung erhält man durch Mischen gleicher Volumeeiner Kupfersulfatlösung, welche 34,63 gr Kupfersulfat in 500 cc gelöst(> nthält, mit einer alkalischen Seignettesalzlösung, welche man darstellt,indem man 173 gr Natriumkaliumtartrat in 400 cc Wasser löst und dieLösung mit 100 cc einer Natronlauge mischt, welche 51,6 gr Natrium-hydroxyd enthält.
A ntimonylkaliumtartrat, Brechweinstein.
CH(OH).COOK
I +V»H,0.
CH(OH).COOSbO
Molekulargewicht = 332,20.
Geschichtliches. Der Brechweinstein wurde 1631 von Adrian ranMynsicht entdeckt. Glauber lehrte 1648 seine Bereitung durch Kochen vonAntimonoxyd mit Weinstein. Die Zusammensetzung des Brecliweinsteins er-mittelte 1773 Bergman.
Zur Darstellung des Breehweinstcins werden 4 T. reines-Antimonoxyd, 5 T. Weinstein und 40 T. Wasser in einer Porzellan-