Aethylbromid.
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Tetrajodkohlenstoft', Tetrajodmethan, Jodkohlenstoff, CJ 4 , wird
durch Erhitzen von Tetrachlormethan mit Aluminiumjodid erhalten undkrystallisiert aus Aether in dunkelroten, regulären Oktaedern.
Halogenderivate des Aethans und seiner Homologen.
Monocliloräthan, Aethylchlorid, Kelen, Chelen, C 2 H 5 C1, wirdaus Aethylalkobol dargestellt, wie das Methylchlorid aus Methylalkohol.Es ist ein Gas, welches leicht zu einer farblosen, bei 12,5° siedendenFlüssigkeit kondensierbar ist, die bei 0° das spez. Gewicht 0,921 auf-weist. Es wird als Lokalanaestheticum angewendet, ebenso auchLösungen von Chlormethyl in Chloraethyl, die als Coryl, Anestyle,anaesthol in den Handel kommen. Die Anwendung dieser Mittel er-fordert bei künstlicher Beleuchtung wegen der Feuergefährlichkeit diegrösste Vorsicht.
Moiiobroniätlian, Aethylbromid, CH 8 .CH 8 Br.
Molekulargewicht = 109,01.
Bromäthy] kann wie das Monobrommethan aus 1 T. amor-phem Phosphor, 6 T. Alkohol und 6 T. Brom erhalten werden.Das für therapeutische Zwecke bestimmte Präparat wird, umes frei von Phosphorverbindungen zu erhalten, auf folgendemWege dargestellt:
Zwölf T. gepulvertes Bromkalium werden allmählich miteinem erkalteten Gemisch von 12 T. Schwefelsäure und 7 T.Weingeist vom spez. Gew. 0,816 versetzt und die Mischung derDestillation aus dem Sandbade unterworfen. Das Destillat schütteltQiarj zuerst mit dem gleichen Ilaumteil Schwefelsäure, um dennebenproduktlich entstandenen Aether zu entfernen, wäscht so-dann das Bromäthyl mit Pottaschelösung (1 = 20), entwässertes mit Chlorcalcium und destilliert es aus dem Wasserbade.
Aethylbromid, Aether bromatus, ist eine klare, farblose, starklichtbrechende, angenehm ätherisch riechende, neutrale, in Wasserunlösliche, in Weingeist und Aether lösliche Flüssigkeit. Es siedet bei38—40° und besitzt das spez. Gew. 1,453—1,457.
5 cc Schwefelsäure sollen, mit 5 cc Aethylbromid in einem 3 cemweiten, vorher mit Schwefelsäure gespülten Glase mit Glasstöpselgeschüttelt, binnen einer Stunde nicht gelb gefärbt werden (fremdeEromverbindungen). Schüttelt man 5 cc Aethylbromid mit 5 cc Wassereinige Sekunden lang, hebt von dem Wasser sofort 2,5 cc ab und versetzts 'e mit 1 Tropfen Sill.ernitratlösung, so soll die Mischung mindestens5 Minuten lang klar bleiben, andernfalls dürfte Bromwasserstoff alsVerunreinigung vorhanden sein.