Einteilung der Kohlenstoffverbindnngen.
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in welcher t = die am Thermometer direkt abgelesene Temperatur,a = die in Graden ausgedrückte Länge des Fadens,t u = die Temperatur des herausragenden Fadens,0,000156 = den Unterschied der Volumausdehnung von Jenenser Normal-glas und Quecksilber,C = die Korrektur, welche zu der direkt abgelesenen Temperaturhinzuzuzählen ist, bedeutet.
Bequemer erfährt man diese Korrektur aus der neben-stehenden, von Jlimbach auf empirischem Wege gefundenenKorrektionstabelle.
Beispiel. Bei der Schmelzpunktsbestimmung des Acetanilids wurdenbeobachtet 112°. I);is Thermometer tauchte in die Badflüssigkeit bis zumTeilstrich +20° ein, die Temperatur der umgebenden Luft betrug +18°.In diesem Falle ist: t = 112°, t<> = 18°, also t—1° = 94°, oder abgerundet— 95°. Die Zahl der herausragenden Fadengrade ist 112—20 = 92, oderabgerundet = 90°. Die Tabelle ergibt für diese Werte die Korrektur 1,2°,welche zum beobachteten Schmelzpunkt hinzuzuzählen ist, so dass tatsächlichder Schmelzpunkt des Acetanilids 112 -f- 1,2 = 113,2° betragen würde.
Unter der Voraussetzung, dass das Thermometer bis +20° in dieSchwefelsäure taucht und die Temperatur der umgebenden Luft 18° beträgt,ergibt die Bimbachsche Tabelle
122" Korrektur +1,6°.134-135° „ +2,1°.
157° „ +3,0°.
170° „ +3,3°.
230,5° „ +7,0°.
für Naphtolum
„ Fhenacetin
„ Ac. salicylic.
„ Santoninum
„ Koffein
nip.
Einteilung der KohlenstoffverMndungen.
Die grosse Zahl der Kohlenstoffverbindungen und das Vor-kommen so überaus mannigfaltiger Isomerieerscheinungen hatseinen Grund in der Fähigkeit der Kohlenstoffatome, durch gegen-seitige Bindung eines Teiles der vorhandenen Valenzen zu Kohlen-stoffkomplexen, sogenannten Kohlenstoff kernen zusammenzutreten.So können zwei Kohlenstoffatome sich mit je einer Valenz gegen-seitig binden und so den sechswertigen Kern C 2 liefern:-V—G-. Drei Kohlenstoffatome können zu _C-C_C-, vier zu-CLC-C-C- sich vereinigen. So entstehen die Kohlen Stoff Verbin-dungen mit kettenförmig angeordneten Kohlenstoffkernen. Siewerden als Fettverbindungen oder aliphatische Substanzen be-zeichnet. Sie lassen sich ableiten von dem Methan, CH 4 , undheissen daher auch Methanderivate. Besitzt ein Kohlenstoffkerneine einfache, fortlaufende Kette, so dass jedes Kohlenstoffatommit höchstens zwei andern Kohlenstoffatomen in direkter Bindungsteht, so spricht man von normalen, andernfalls, wenn Seiten-Letten vorhanden sind, von Isoverbindungen: