Alkalische Erdmetalle.
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Atomgewichte
Spec. Gew.
Schme'zpunkt
Atomvolum
Beryllium . .Magnesium .Calcium. . .Strontium . .Baryum . . .
9-05
24-36
40-00
87-62
13743
1-64
175
1-578
25
3-75
über 900°
über 700°
bei Kotliglut
bei sehwacher Rothglut
sehr hoch
5-513 925-335-0
36-7
benannt von ihrer Mittelstellung zwischen
Die Erdalkalimetalleden Alkali- und den eigentlichen Erdmetallen — finden sich in derNatur stets in Form von Salzen. Calcium, Strontium und Baryumliaben grosse Verwandtschaft zum Sauerstoff und ihre Oxyde, die alka-
Wärmeentwickelung
lisehen Erden, vereinigen sich mit Wasser unter
zu starken Basen, die mit allen Säuren vollkommen neutrale Salzebilden. In dieser Beziehuni;- zeigen sie mit zunehmendem Atomgewichteine ähnliche Steigerung wie die Alkalimetalle, so dass das Barythydrat,BaOgH s , die stärkste Base der Gruppe ist, die sich leicht in Wasserlöst und auch beim Glühen die Elemente des Wassers energisch zurück-hält. Andererseits wird das schwächer basische Kalkhydrat, Ca0 2 H 2 ,nur schwer von Wasser aufgenommen und geht beim Erhitzen leichtin Aetzkalk, CaO, über. Von den Alkalimetallen unterscheiden sichCalcium, Strontium und Baryum durch die mehr oder weniger voll-ständige Unlöslichkeit ihrer Carbonate, Phosphate und Sulfate. Geradediese nicht löslichen Salze bilden für alle drei genannten Metalle auchdie (neben Silicaten) wichtigsten natürlichen Vorkommnisse, und habenferner Bedeutung für die qualitative und quantitative Analyse derErdalkalimetalle. In Wasser leicht löslich sind deren Halogenverbin-dungen (ausgenommen die Fluoride), sowie die Nitrate und Acetate.Diese Salze haben eine vielfache Verwendung.
Die beiden ersten Glieder der ganzen Verticalgruppe des periodischenSystems, Beryllium und Magnesium (S. 308 ff.), nehmen gegenüber dendrei letzten, unter einander vollkommen übereinstimmenden eigentlichenErdalkalimetallen (Calcium-Strontium-Baryum) eine ähnliche Sonder-stellung ein, wie das Lithium und Natrium gegenüber (Kalium-Rubidium-Caesium). Während Calcium, Strontium und Baryum das Wasser schonbei gewöhnlicher Temperatur zerlegen, ist das für Beryllium und Magne-sium selbst bei der Siedetemperatur des Wassers kaum mehr der Fall. DieOxyde und Oxydhydrate des Berylliums und Magnesiums sind in Wassernahezu unlöslich; die letzteren geben ihren Wassergehalt äusserst leichtab; besonders das Magnesium steht in seiner Luftbeständigkeit und inseinem Gesammtverhalten der Untergruppe (Zink-Cadmium-Queck-silber) nahe, mit der es auch weiter oben bereits (S. 309) eingehenderbehandelt worden ist. Das Anfangsglicd Beryllium hat ferner wie schonfrüher erwähnt wurde (S. 308), grosse Aehnlichkeit mit den Erdmetallenund nähert sieh diesen in derselben Weise, wie das Lithium den Erd-alkalimetallen.
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