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Anorganische Chemie
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Seltenere Erdmetalle.

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entwickelung löst; anscheinend ist es identisch mit den Oxyden des sog.Philip-piums" undMosandriums". Vorläufig ist es schwierig, dem Terbium eine Stelleim System einzuräumen.

Das letztere gilt auch von Decipium, das von Delafontaine ebenfalls imSamarskit entdeckt wurde und farblose Verbindungen gibt.

59. Scandium.

Sc = 44.Das sehr seltene Scandium, welches 1879 von Nilson und von Cleve entdecktwurde, beansprucht ein besonderes Interesse, weil es eines der Elemente ist, deren Exi-stenz vou Mendelejeff auf Grund des periodischen Systems mit allen ihren Eigen-schaften vorausgesagt wurde. Es findet sich besonders im Euxenit und Gadolinit, wurdejedoch noch nicht in metallischem Zustande isolirt. Das Scandium oxyd, Scandin-erde, Sc 2 0 4 , ist ein weisses, lockeres, unschmelzbares Pulver vom spec. Gew. 3'86 undin concentrirter Salz- oder Salpetersäure beim Kochen löslich; das Funkenspectrum desChlorids ist sehr schön und zeigt eine grosse Zahl von hellen Linien. Aus den Lö-sungen wird Scandiumhydrat gefällt, im Ueberschuss kaustischer Alkalien unlöslich.Scandiumnitrat krystallisirt in kleinen Säulen. Scandiumsul f at, Sc 2 (S0 4 ) 3 -f- 6 H s O,kleine, kugelförmige Aggregate von Prismen, bildet ein Kaliumscandiumsulfat Sc 2 (S0 4 ) 3 3 K 2 S0 4 , welches sich in Wasser nur schwierig, in überschüssiger Kaliumsulfatlösunggar nicht auflöst.

60. Yttrium.

Dieses seltene Erdmetall ist im Gadolinit von Ytterby als Silicat (mit etwa 35Proc. Y 2 O a ) neben mehreren anderen Erden enthalten. Von anderen Oxyden lässt es sichdurch die Löslichkeit seines Kaliumdoppelsulfats leicht trennen. Es wurde namentlichvon Cleve untersucht, der auch sein Atomgewicht feststellte. Das Metall, ein graues,politurfähiges Pulver, vorbrennt mit glänzendem Licht zu glutbeständigem weissen Y t-triumoxyd, Y 2 0 3 , spec. Gew. ö'; von Säuren wird dasselbe unter Bildung gut kry-stallisirender Salze gelöst. Das gallertartige Oxydhydrat absorbirt CO a . Yttrium Sul-fat, Y 2 (S0 4 ) 8 + 8 H 2 0, durchsichtige monocline Krystallo. Yttriumchlorid,YC1 3 -)- G H 2 0, lässt sich in langen Prismen krystallisirt erhalten.

Da das Yttriumoxyd (Yttererde) schon bei verhältnissni|,ssig niedrigen Hitzegradenein sehr intensives gelblichweisses Licht ausstrahlt (S. 442), ist das Yttrium ebenfallsvon Bedeutung für das Gasglühlicht geworden.

Yttriumcarbid, YC 2 , zerfällt mit "Wasser in ähnlicher Weise wie Cercarbid(S. 443) und Thoriumcarbid.

61. Lanthan.

La =1383.Von Mosandcr wurde 1839 in der rohen Ceriterde neben dem Cer das bis dahinübersehene Lanthan (vom XavftoJvew verborgon sein) aufgefunden. Die Lanthanerde wirdneuerdings für das Gasglühlicht fabrikmässig aus dem Monazit (s. d.), nach Abscheidung