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Anorganische Chemie
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Molybdän.

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Bestimmung wird das Chrom gewöhnlich als Chromoxyd gewogen, seltener als Bleichromatoder Baryumchromat. Die Chromsäure kann man auch durch maassanalytische Methodenbestimmen.

47. Molybdän.

Mo = 96'03.

Im Alterthum bezeichnete man als Molybdän (jioXußooj, Blei) ver-schiedene wirklich bleihaltige Mineralien, dann aber auch bleiähnliche,weiche und abfärbende Substanzen, wie Wasserblei oder Molyb-dänglanz, MoS 2 , und Reissblei oder Graphit. Diese beiden Mi-neralien untersuchte Scheele 1778 und 1779, und stellte dabei ihreVerschiedenheit fest; den Molybdänglanz führte er vermittelst Salpeter-säure in die Molybdänsäure über, eine weisse, erdartige Substanz, derenReduction zu Metall bald darauf gelang. Von dem zweiten wichtigerenVorkommen des Molybdäns in der Natur, dem Gelbbleierz, Mo0 4 Pb,zeigte Klaproth 1797, dass es molybdänsaures Bleioxyd sei.

Das Molybdän wird aus seinen Oxyden oder Chloriden durch Re-duetion mit Wasserstoff im Porzellanrohr bei Rothglut isolirt, oder indemnian im Kohlentiegel ein Gemisch von Molybdänoxyd mit Zuckerkohleim elektrischen Ofen solange erhitzt, dass das Metall nur theilweisegeschmolzen ist. Man erhält es als stahlgraues, nur schwierig schmelz-bares Pulver, oder bei sehr hohen Temperaturen als silberglänzenden,harten Regulus vom spec. Q-ew. 9*1. Es ist hämmerbar und schmiedbarwie Eisen. An der Luft oxydirt es sich bei beginnender Rothglut erstzu braunem, dann zu blauem Oxyd und schliesslich zu MolvbdäntrioxydMo0 3 . Von Salzsäure und verdünnter Schwefelsäure wird das Molyb-dän nicht angegriffen, dagegen leicht von Salpetersäure und concen-trirter Schwefelsäure gelöst. Es nimmt Kohlenstoff auf und gibt imelektrischen Ofen mit überschüssiger Kohle ein krystallisirtes Carbid Mo 2 C.

Molybdänmonoxyd, MoO. Sein schwarzes Hydrat entsteht aus Dichloridmit KOH.

Molybdänsesquioxyd, Mo 2 0 3 . Lässt sich aus dem Trioxyd durch vorsichtigeKeduction im Wasserstoffstrom gewinnen. Beim Digeriron einer farblosen Lösung desJ-noxyds in Salzsäure mit Zink erhält man, unter Durchgang durch intermediäre Molyb-diinmolybdate, welcho intensiv blaue und grüne Färbung zeigen, eine braune Flüssigkeit(für Molybdän charakteristische Keaction). In dieser dunkelbraunen Lösung be-endet sich ein Salz des Molybdänsesquioxyds und mit Ammoniak wird daraus braun-schwarzes Oxydhydrat, Mo 1 O s H 6 , ausgefällt. Daraus entsteht beim Erhitzen unter Luft-a bschluss tiefschwarzes Sesquioxyd, als Pulver von metallischem Aussehen.

Molybdändioxyd, Mo0 2 . Aus Lösungen des Tetra- oder Pentachlorids (fürwelches letztere man keine entsprechende Oxydationsstufe kennt) fällt mit AmmoniakMolybdäntetraoxydhydrat, M0O4H4, als brauner Niederschlag, in Wasser in geringer MengeWit gelbrother Färbung und schwach saurer Keaction löslich. Das Oxydhydrat hinter-lässt beim Erhitzen im Vacuum reines Dioxyd, Mo0 2 , welches auch auf anderen Wegenerhältlich ist: tief blau violette Nadeln, indifferent gegen Kalilauge und Salzsäure, mitSalpetersäure in Trioxyd übergehend.

Molybdäntrioxyd, Molybdänsäureanhydrid, M0O3. Das Trioxyd bildetden wichtigsten Ausgangspunkt für die übrigen Molydänverbindungen. Man stellt esgewöhnlich durch Kosten des Molybdänglanzes oder Behandlung desselben mit Salpeter-