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Platin.
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Fig. 138.
mit Cliromeisenstein, aufgefunden hat; ausserdem trifft man es in Bra-silien und in kleineren Mengen an zahlreichen anderen Orten.
Zur Reinigung des Platins löst man das Platinerz stets soweit alsmöglieh in Königswasser auf und schlägt aus dieser Lösung durch Zu-satz von Chlorammonium Platinsalmiak PtCL,(NH 4 ) 2 nieder, beidessen Glühen das Metall in Schwammform zurückbleibt. Diese Massewird angefeuchtet, stark gepresst und in der Weissglühhitze ausgehäm-mert; man erhält dann ein Blech, das man weiter verarbeiten kann.Die so hergestellten Tiegel und Gefässe sind für die Mineralanalyse von dergrössten Bedeutung geworden; in den Sclnvefelsäurefabriken bedientman sich grosser Destillationsapparate ausPlatin. Seit 1847 benutzt man das Knall-gasgebläse zum Zusammenschmelzen grössererMengen Platin in massiven Tiegeln aus Kalk,bestehend aus zwei ausgehöhlten, aufeinanderpassenden Stücken, durch deren eine Oeffnungdie Flamme eingeführt und gegen das Metallgerichtet wird, während durch eine zweiteOeffnung das Verbrennungsgas entweicht(Fig. 138); das so geschmolzene Platin wirddann in Formen gegossen. Das Platin ent-hält indessen gewöhnlich in Folge derSchwerlöslichkeit des Iridiumsalmiaks 1—2Proc. Iridium, wodurch seine Widerstands-fälligkeit gegen Agentien aller Art jedochnur erhöht wird. Nach dem Zusammen-schmelzen dieses Rohplatins mit Blei undAusziehen der granulirten Legirung mit ver-dünnter Salpetersäure erhält man einen Rück-stand, aus welchem nur das Platin, nicht aberdas krystallinisch gewordene Iridium durchKönigswasser aufgenommen wird.
I >as dichte Platin ist silber- bis zinnweiss. weicher als Kupfer,fast so dehnbar wie Silber und Gold und in Drahtform nahezu so festw ie Eisen. Für Wärme und Elektricität hat es ein nur geringes Lei-tungsvermögen. Geschmolzen und wiedererstarrt zeigt es bei 18° dasspeeif. Gew. 21 "48. Es schmilzt bei etwa 1760°, etwas schwerer als Palla-dium, aber leichter wie die übrigen Platinmetalle; vor dem Schmelzenwird es bei heller Weissglut weich und schweissbar, worauf die Her-stellung von Platingefässen theilweise beruht. Das Platin krystallisirtm Würfeln, Octaedern und anderen Formen des regulären Systems, diem an bisweilen auffindet und künstlich durch starkes Erhitzen des Metallsm einem indifferenten Gasstrom, der etwas ('hlor mit sich führt, erzeu-gen kann. In der Glühhitze dillündirt Wasserstoff durch das Platinleicht hindurch, andere Gase dagegen kaum. — Das durch Erhitzen vonPlatinsalmiak erhaltene, feinzerthcilte, graue und glanzlose Platin nenntman Platinschwamm; noch feiner zertheiltes Platinschwarz oder"latinmohr resultirt bei Ausfällung des Metalls aus seinen Lösungendurch Zink sowie organische Substanzen. Beide Formen des Platins,