Eisensalzc.
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Ferriphosphat. phosphorsaures Eisenoxyd, Fe 2 (P0 4 ) 2-f- 4 H 2 0, bildet sich auf Zusatz von phosphorsaurem Natron zu Eisen-chlorid Fe 2 Cl 6 als weissgelbe Fällung, die sich in der Kälte leicht inMineralsäuren, aber nicht in Essigsäure auflöst. Basische Phosphatefinden sich in der Natur häufig als Beimengungen des Brauneisensteins.
Ferriarseniate treten mineralisch in mehreren Formen auf (Sko-rodit, Eisensinter, Würfelerz).
Eisensilicate kommen häufig, besonders in Form von Doppel-silicaten mineralisch vor; dabei übernimmt das Eisen entweder, indemes in der zweiwerthigen Ferroform auftritt, die Rolle der Erdalkalimetalleetc., oder es verhält sich, in der dreiwerthigen Ferriform, ganz wieAluminium.
Schwefelverbindungen des Eisens.
Eisensulfür, Eisenmonosulfid, Einfach Schwefeleisen,FeS. Kommt mitunter als „Troilif in Meteoriten vor. Am leichtestenerhält man es durch Zusammenschmelzen und Glühen von 3 Theilenreiner Eisenfeile und 2 Theilen Schwefel in einem bedeckten Tiegel.Es bildet eine gelbbraune, metallglänzende, krystallinische Masse vomspeeif. Gew. 4"7. Durch Glühen für sich oder im Wasserstoffstromewird es nicht zersetzt, beim Rösten an der Luft geht es zunächst inFerrosulfat, hierauf in Eisenoxyd über. Durch verdünnte Salzsäure oderSchwefelsäure wird schon in der Kälte aus dem Schwefeleisen Schwefel-"Wasserstoffgas entwickelt, zu dessen Darstellung man es daher braucht(S. 171). — Ein grünschwarzes, wasserhaltiges, amorphes Eisenmonosulfidwird.durch Schwefelalkaüen aus Ferrosalzen ausgefällt; aus Ferrisalzengemischt mit Schwefel, indem diese zuerst reducirt werden. DasselbeSulfid entsteht auch, wenn man Eisenfeile und Schwefel mit Wasser zueinem Brei anrührt.
Eisensesquisulfid, Fe 2 S 3 . Bildet sich bei Einwirkung vonSchwefelwasserstoff auf Eisensesquioxyd unterhalb 100°, sowie auch durchschwaches Glühen des Monosulnds oder des Eisens mit Schwefel alsgelbgrüne Masse. Vom Eisensesquisulfid leiten sich mehrere Salze eines,*ür sich nicht bekannten Sulfhydrats Fe 2 Sj.SH 2 ab, z. B. Fe 2 S s .Cu 2 SKupferkies. Der Magnetkies kann als eine Verbindung desSesquisulfids mit dem Monosulfid, also Fe 3 S 4 nach etwas schwankendenVerhältnissen, betrachtet werden.
Eisendisulfid, Zweifach Schwefeleisen, FeS,. Findet sichsehr verbreitet in messinggelbcn, stark glänzenden Krystallen (Würfeln°^er Pentagondodekaedern) als Schwefelkies oder Pyrit Derselbedient als wesentlichstes Material zur Entwicklung des Schwefeldioxydsin den Röstöfen der Schwefelsäurefabriken (S. 175), sowie zur Darstellungdes Eisenvitriols (S. 391). In rhombischen Krystallen findet sich dasEisendisulfid gleichfalls ziemlich verbreitet als Markasit. Künstlicherhält man es, wenn man Eisen mit viel Schwefel nicht bis zum Glühenerhitzt. Beim starken Glühen für sich geht es in Magnetkies, im Wasser-stoffstrome dagegen in Eisenmonosulfid über.