Quocksilberverbindungen.
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Mercurosulfat, Hg J S0 4 , entsteht beim Erhitzen von concentrirterSchwefelsäure mit überschüssigem Quecksilber oder beim Zusatz vonSchwefelsäure zu einer Mercuronitratlösung als ein in Wasser schwerlöslicher, krystallinischer Niederschlag.
Mercurisulfat, HgS0 4 , aus Quecksilber oder Quecksilberoxyd beim-Erwärmen mit überschüssiger concentrirter Schwefelsäure in silberglän-zenden Blättchen oder als weisse undurchsichtige Masse, die beimJochen mit Wasser zerlegt wird. Das hierbei entstehende basische Salzrf HgO.Sü a ist ein citrongelbes, in Wasser kaum lösliches Pulver.
Schwefelquecksilber.
Quecksilbersulfid, HgS. Mit Sicherheit kennt man nur dieje-ni ge Schwefelungsstufe des Quecksilbers, welche in der Form des meistüunkelrothen. rhomboedrischen Zinnobers als das hauptsächlichste mine-ralische Vorkommen des Metalls erscheint. Künstlich bekommt mansowohl dieses krystallisirte rothe, wie ein amorphes schwarzes Sulfid,waunrother Zinnober wird durch Erhitzen von aequivalenten MengenQuecksilber und Schwefel bis zur Sublimation des zuerst entstandenenschwarzen Pulvers erhalten, und geht beim Zerreiben in ein scharlach-j*othes Pulvers über, das als Farbe dient. Das amorphe schwarze Sulfid^•jet sich aus Mercurisalzen mit Schwefelwasserstoff oder einem Al-kahsulfid; beim Einleiten von H 2 S in eine Quecksilberchloridlösung ent-steht zunächst ein weisser Niederschlag Hg :J S 2 Cl 2 , der sich erst durcheine genügende Menge des Fällungsmittels in schwarzes, in Wasser und^erdünnten Säuren unlösliches Sulfid umwandelt. Auch dieses schwarzeSulfid geht beim starken Erhitzen unter Luftabschluss in ein Sublimatv °n Zinnober über.
SO ^ n ^ er ^ U ^ ^* Q uec ksilbersulfid metallisches Quecksilber und, "2 (s. o.). Durch concentrirte Salpetersäure wird das Sulfid nicht ge-ö st, sondern in eine; weisse Verbindung, wahrscheinlich Hg ;l S 2 (N0 3 ) g ,übergeführt; verdünnte Salpetersäure oder Salzsäure wirken gar nichtJM "juecksilbersulfid ein, während es sich in Königswasser leicht zuWuorid auflöst; ferner wird das Sulfid leicht von Schwefelalkalien auf-genommen, jedoch nicht von deren Sulfhydraten. Digerirt man Queck-1 bersulfid mit Schwefelnatrium, so setzt sich unter vorübergehenderLosung des Sulfids krystallisirter Zinnober (Vermillon) ab.
Stickstoffquecksilber.
Quecksilbernitrid oder Trimercuramin, N 2 Hg 3 , soll sich durch Ueberleiten
^> n Ammoniak über gelbes Quecksilberoxyd bei 150° bilden: 3 HgO -f 2NH", = N 2 Hg 3
T" o H 2 0. Trocken erscheint es als ein beim Erhitzen oder Zerreiben sehr heftig explo-
lr endes, braunes Pulver. Wahrscheinlich verschieden von diesem Nitrid ist das Dimer-
r amrnoniumoxyd N,Hg 4 0, das beim gelinden Erwärmen von HgO mit verdünntem
mmoniak und Trocknen des wasserhaltigen gelben Pulvers in einem Ammoniakstrom bei
erhalten wird, und ein dunkelbraunes explosives Pulver ist.
East alle Quecksilberverbindungen geben mit Ammoniak in Wasser unlösliche
Vuecksilberamidverbindungen.
Mit Selen und Tellur, sowie Phosphor und Arsen bildet das Quecksilber bisher nureni g untersuchte Verbindungen.
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