Quecksilber.
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(Toscana) etwas weniger, Spanien (Almaden) über 1500 Tonnen, dieVereinigten Staaten (Neu-Almaden in C abformen, entdeckt 1848) über•sOOO Tonnen. Quecksilber findet man auch in Kärntlien, Ungarn, inder Pfalz (Wolfsstein, Landsberg), in Peru und an anderen Orten.Viele Fahlerze sind quecksilberhaltig.
Die Gewinnung des Quecksilbers ist verglichen mit derjenigen anderer Metalle sehr
einfach, zugleich aber auch sehr verlustreich. Man röstet die Quecksilbererze, besonders
äen Zinnober, gewöhnlich in cylindrischen Schachtöfen und condensirt das entweichende
letall (UgS -|- 0 2 = Hg -j- S0 2 ) in gemauerten Kammern; noch vollständiger in Conden-
lonsvorrichtungen, ^' e aus emer Reihe gut ineinander passender Thonröhren, den
Fig. 123.
Aludeln, oder gusseisernen, gebogenen Röhren, welche mit den unteren offenen Schenkeln]| i Wasser eintauchen, zusammengestellt werden (Fig. 123). Seltener gibt man zurEntschwefelung des Zinnobers Eisen (HgS + Fe = Hg -j- l' eS ) 0<Jer Kalk hinzu4HgS-|_ 4CaO = 4 Hg + 3 CaS-j-CaS0 4 ). Das so erhaltene Quecksilber wird vonmechanisch eingeschlossenen Verunreinigungen befreit, indem man es durch Beutel aus■^eder oder Leinwand durchpresst und wird in starken schmiedeeisernen Flaschen mitet »a 75 kg Inhalt versendet.
Zur vollständigen Reinigung von anderen Metallen kann man das Quecksilber desiandels entweder nochmals vorsichtig destilliren, wobei jedoch stets geringe Mengenremder Metalle übergehen, oder man lässt das Quecksilber in feinem Strahl durcheine hohe Schicht von verdünnter Salpetorsäure fliessen, welche die fremden Metalleeichter löst als das Quecksilber, wäscht hierauf mit Wasser und trocknet. Tim Hgollkommen rein zu erhalten, muss man es monatelang mit verdünnter Salpetersäure stehenassen. Dio Reinheit des flüssigen Metalls erkennt man leicht an seiner vollständigenFlüchtigkeit.
Das Quecksilber erstarrt bei — 394° unter beträchtlicher Con-tr &ction zu einer Masse von regulären Octaedern, welche den Glanzund die Farbe des Silbers zeigen, mit dem Messer zerschnitten undgehämmert werden können und das spec. Gew. 14'39 haben. Das flüs-sige Metall lässt in sehr dünnen Schichten das Licht mit blauvioletter«arbe durch, ist bei 0° 13'595ma] schwerer als Wasser vom Dichtig-fceitsmaximum. Es verflüchtigt sich bei Zimmertemperatur nur äusserst^enig (Verwendung zu Quecksilberluftpumpen), dagegen schon bei mitt-, T< ' n Temperaturen in sehr merklicher Weise und siedet unter 760 mmI ' •S57-3 0 . Der Dampf hat das spec. Gew. 6'9, woraus sieh ergibt,p s s die Quecksilbermolecüle im Dampfzustände aus isolirten Atomen^stehen, ganz so wie es für das Cadmium und Zink und wahrschein-llc b auch für andere Metalle der Fall ist.