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Anorganische Chemie
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Zink.

das Sulfid mit Wasser zu Magnesia und Schwefelwasserstoff. Gibt mitAlkalisulfiden zur Elektrolyse geeignete Doppelsulfide.

Stickstoffmagnesium.

Magnesiumnitrid, MgjNg, erhält man als grünlichgelbes Pulver, durchdirecte Vereinigung der Elemente, wenn man Stickstoff bei Rothglutüber Magnesiumfeile leitet. Es zerfällt mit Wasser und schon an feuchterLuft zu Ammoniak und Magnesiumoxydhydrat. Auch mit Phosphorvereinigt sich Magnesium zu Magncsiumphosphid. Mff 9 P«, einergrauen, faserig krystallinischen Masse.

l 83 1 -25

27. Zink.

Zn = 65-41.

Die Alten kannten das Zink noch nicht, wohl aber dessen Legirungmit Kupfer, das Messing, welches sie durch Verschmelzen zinkhaltigerKupfererze bereiteten. Im Grossen wurde das Zink zuerst um die Mittedes 18. Jahrhunderts bei Bristol in England gewonnen und auf demContinent errichtete man das erste Zinkwerk 1807 in Lüttich. Beson-ders wichtige Zinkerze sind die regulär krystallisirende, aber häufigderb auftretende Zinkblende, ZnS, der rhomboedrische Zinkspathoder edle Galmei ZnO. 2 , und das oft mit diesem zusammen vor-kommende rhombische Kieselzinkerz oder Kieselgalmei, Si0 4 Zn 2-4- H 2 0, sowie der wasserfreie rhomboedrische Wille mit, Si0 4 Zn 3 -Jährlich werden mehr als 350'000 Tonnen Zink producirt, wovon etwa40 Proc. auf Rheinland und Belgien, 25 Proc. auf Schlesien, 20 Procauf die Vereinigten Staaten kommen; nach dem Eisen und Blei ist dasZink das wohlfeilste Metall.

Zur Gewinnung' des Metalls führt man die Erze durch Rösten in Zinkoxyd über,und dcstillirt dieses mit zerkleinerter Kohle in verschiedenartigen Vorrichtungen, nament-lich aus feuerfesten röhrenförmigen Retorten, die reihenweise in den Oefen neben- unduntereinander liegen oder aus grossen Muffeln. Bei hoher Temperatur verflüchtigt siedas Metall und f-ammelt sich in eisernen Vorlagen an; dieses Rohzink wird von den noenbeigemengten Verunreinigungen befreit, indem man es umschmilzt. Während des Beginnder Destillation sammelt sich in den noch kalten Vorlagen sehr fein zertheiltes pulveförmiges Zink, dem etwas Zinkoxyd beigemischt ist, an, der sogenannte Zinkstau^Das reinste Zink erhält man durch wiederholte elektrolytische Raffination des Metalls J»basischen Zinksulfatlösungen, l'mschmelzen und Sublimation des schwammigen l'roducim Vadium. Ein neuerer Vorschlag zur Zinkgewinnung geht dahin, durch Erzröstunggewonnenes Zinkoxyd mittels Aluminiumsulfat (als wasserlösliches Gemenge von Zwsulfat, mit basischem Aluminiumsulfat) oder Alaun in Lösung zu bringen und durch deelektrischen Strom abzuscheiden.

Chemisch reines, gegossenes Zink vom spec. Gew. 6'91, darankenntlich, dass es von verdünnter Schwefelsäure kaum angegriffen wird?hat eine grauweisse bis bläuliche Farbe, ist bei gewöhnlicher Temperaturziemlich hart und so spröde, dass man es zerstossen kann. Bei 100