Indium.
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Glühen in Oxyd übergeht; letzteres, das übrigens noch vermittelst andererVerfahren gewonnen werden kann, wird entweder durch Glühen inWasserstoffgas oder durch Zusammenschmelzen mit Natrium unter einerKochsalzdecke zu Metall reducirt; bei wiederholtem Schmelzen des Metallsunter Soda erhält man es frei von Natrium.
Das Indium ist ein fast silberweisses Metall, weicher wie Blei, sehrdehnbar und politurfahig. Bei 17° hat es das spccif. Gew. 7-4; derSchmelzpunkt liegt bei 176°. Es verflüchtigt sich erst bei Weissglut.Indium nimmt aus kochendem Wasser und an der Luft bei mittlerenTemperaturen keinen Sauerstoff auf; erst beim Erhitzen an der Luftbis zu Rothglut entzündet es sich und verbrennt unter blauvioletterFlammenfarbung zu hellgelbem Oxyd. In verdünnter Salzsäure undSchwefelsäure löst es sich unter Wasserstoffentwickelung langsam auf,von Salpetersäure wird es energisch angegriffen. Die Indiumverbindungensmd durch Blaufärbung der Flamme und die entsprechende, obengenanntekpectrallinie ausgezeichnet.
Das Atomgewicht des Indiums, das man anfänglich wegen der Aehn-hchkeit dieses .Metalls mit dem Zink in Folge einer entsprechenden For-niulirung aller Derivate um 2 / 3 zu klein annahm, ergab sich aus derBestimmung der specifischen Wärme zu 113'4. Hierdurch erst wurde dasElement an die ihm wirklich zukommende Stelle des Systems verwiesen.
Indiumoxyd, ln 2 0 3 . Beim Verbrennen des Metalls oder Erhitzen des Oxydhydrats! 'ls hellgelbes Pulver entstehend; bei Weissglut noch unschmelzbar. Specif. Gew. 7'18.
Indiumoxydhydrat, In 2 0 3 .3 II 2 0 = In 2 (OH),. Wird als ein dem Thonerdehydratähnlicher Niederschlag beim Fallen von Indiumsalzen durch Ammoniak erhalten. Frischgefällt löst es sich in Alkalilaugen, scheidet sich jedoch aus dieser Lösung beim Stehenlan gsam, beim Kochen rasch wieder ab, indem es schwer und dicht wird.
Indiumtrichlorid, InCl 3 . Durch starkes Erhitzen dcsMetalls oder eines GemengesVo « Oxyd und Kohle im Chlorstrome. Es sublimirt in weissen, glänzenden, sehr hygro-skopischen Blättchen ohne vorherige Schmelzung bei etwa 500°. Das specif. Gew. desKampfes bei Hcllrothglut, mit 7'G, entspricht der Formel InCl 3 . Beim raschen Ein-a «ipfen der wassrigen Lösung entweicht Salzsäure.
Indiumdichlorid, InCl 2 . Wird durch Erhitzen des Metalls in einem Chlorwasscr-stoffstrome erhalten, als bernsteingelbe Flüssigkeit, die zu einer weissen Krystallmasseerstarrt. Zersetzt sich mit Wasser zu Trichlorid und zu metallischem Indium. Das In-''"'""Hehlorid ist in der Wärme sehr beständig; die Dampfdichto entspricht bei 1200° mit05 dem Moleculargewicht InCl,.
Indiummonochlorid, InCl. Durch theilweiso Entchlorung des Dichlorids mit
Metall. Das Monochlorid bildet in der Hitze eine blutrotho Flüssigkeit, die als röthliche,
la, ""litäl,i,li,.| l( . Masse erstarrt. Mit Wasser zersetzt es sich gleichfalls zu Trichlorid und
Metall (3 InCl = InCl 3 + 2 In). Die Dampfdichto bei 1400° fand sich zu 5'8, während
dlc Formel InCl 5'14 verlangt.
Wie man ans der Existenz von 1 Chlorid für das Aluminium, von 2 Chloriden furdas Gallium und von 3 für das Indium sieht, steigert sich in der Ahuniniumgruppe mitwachsendem Atomgewicht die Fähigkeit zur Bildung mehrerer Chlorverbindungen.
Kali um indiumchlorid, 2 InCl. . 6 KCl + 3 H a O, krystallisirt aus'Wasser in1 u adratischen Prismen.
Indiumnitrat, In(N0 8 ) 3 + 3 H 2 0, zerfliessliche und in Alkohol lösliche Nadeln.
Indiumsulfit, In,(SO,), + 4 1I 2 0, krystallinisches Pulver, wenig in Wasser.
f.
■eicht i
m S0 2 löslich.