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Anorganische Chemie
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Oxyde und Oxysäuren des Arsens, Arsenigsäureanhydrid.

Scheidung von metallischem Silber vollständig zu gelöster arsenigerSäure oxydirt wird (Unterschied und Trennung von Antimonwasserstoff).

4AsH

24AgN0 3 + GH 2 () = As 4 0 6 + 24HN0 3 -f 24 Ag.

Die basischen Eigenschaften des Arsins AsH 3 treten noch mehr zu-rück, wie bei der entsprechenden Phosphorverbindung, so dass manz. B. Salze der Halogenwasserstoffsäuren mit dem Arsin nicht mehr kennt-

Fester Arsenwasserstoff, As 4 H 2 .

Ein dem flüssigen P 2 H 4 entsprechender As 2 H 4 ist nicht bekannt, wohl aber Deri-vate desselben, die sog. Kakodylverbindungen, z. li. As 2 (CH 3 ) 4 . Dagegen hat man alsAnalogon des festen P 4 H 2 einen festen Arsenwasserstoff As 4 H 2 . Derselbe entsteht ausArsenmetallen, besonders Arsenkalium oder -natrium mit Wasser neben dem gasförmigenAsH 8 , und aus diesem letzteren durch manche oxydirende Substanzen und auch durchden elektrischen Strom als braunes Pulver, welches durch Erwärmen zerlegt wird.

Oxyde und Oxysäuren des Arsens.

Arsenigsäureanhydrid, As 4 0 6 .Arsensäureanhydrid, (As i 0 5 )n.

Arsenige Säure, As0 3 H 3 .Arsensäure, As0 4 H s .

Arsentrioxyd, Arsenigsäureanhydrid, As 4 0 6 .

Diesen Körper, das Verbrennungsproduct des Arsens an der Luftoder in Sauerstoff, dessen Moleculargrösse, vermittelst der Dampfdichte,bei ca. 500° zu As 4 O i; bestimmt wurde (Mit scherlich), kennt manschon seit langer Zeit alsweissen Arsenik". Er wurde auch alsHüttenrauch" bezeichnet, weil er beim Rösten von Arsenmetallen alsweisser Rauch entweicht, der sich zu einem weissen Pulver verdichtet.

Auf diesem letzteren Wege wird das Arsenigsäureanhydrid im Grossengewonnen, indem man die Arsenerze (Arsenkies u. s. w.) in Flammöfenröstet und das Product in langen gemauerten Canälen oder Kammernsich absetzen lässt. Der so erhaltene pulverförmige weisse Arsenik(Giftmehl") wird häufig nochmals in cylindrischen gusseisernen Kesselnsublimirt, wobei man es durch rasche Abkühlung regulär krystallinisch(s. u.), durch langsame Abkühlung aber als durchsichtiges amorphesArsenglas" erhält, welches das spec. Gew. 3'74 hat, und beim Erhitzenschmilzt, bevor es sich verflüchtigt.

Durch längeres Aufbewahren wird dieses Arsenglas undurchsichtigund porzellanartig, indem es in die krystallinische Modification übergeht;die Umwandlung schreitet von der Äussenfläche allmählich nach demInnern fort, wovon man sich durch Zerschlagen eines Stücks leicht über-zeugen kann. Nach dem Auflösen in heissem Wasser, von dem esfreilich nur wenig aufgenommen wird, oder besser in heisser Salzsäurescheidet das Arsenigsäureanhydrid sich, ohne in ein Hydrat AsO s H 3überzugehen, in farblosen durchsichtigen regulären Oktaedern wiederaus. Interessant ist die im Dunkeln wahrnehmbare starke Lichtent-wickelung beim Auskrystallisiren des in Salzsäure gelösten amorphen Ar-senglases, die vermuthlich vom Uebergang der amorphen in die kry-stallisirte Modification herrührt. Die regulär oktaedrisclic Form ist auchdiejenige des natürlich vorkommenden Arsenoliths (Arsenikblüthe)-