Atomgewichtsbestimmung.
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braucht. — An diese Methode schliessen sich die sogenannten Ver-drängungsverfahren an, bei denen man mit Hilfe verschiedenervon V. Meyer angegebener Apparate das Volum des Quecksilbers odereiner leicht schmelzbaren Legirung (W o o d's Metall), oder auch dasLuft-, Wasserstoff- oder Stiekstoffvolum bestimmt, welches der von einerwie oben abgewogenen Substanzmenge gebildete Dampf aus dem Ver-dampfungsgefäss verdrängt. Daraus ergibt sich unmittelbar dasjenigeVolum, welches die Substanz im Dampfzustande einnimmt. Für die Fest-stellung des Moleculargewichts liefert dieses letztere, in seiner Ausführungeinfache und elegante Verfahren in den verschiedensten Fällen fast stetsso befriedigende Zahlen, dass man es sehr oft, besonders auch für orga-nische Substanzen, den anderen schärferen aber mühsameren Bestimmungs-iu-ten vorzieht.
ta- /^ -i ta r-T t , -11-iT Gewicht der Substanz
Die Gas- oder JJampfdichten sind gleich dem _- T —.------ -, ------- ?r ------ tt—
Volum ihres Dampfes
und werden gewöhnlich auf Luft = 1 berechnet. Da die Luft 14'388mal
schwerer als Wasserstoff ist, der letztere aber aus Molccülen H 9 = 2'016
besteht, so findet man das Moleculargewicht einer jeden chemischen
Verbindung im Gaszustande bezogen auf die neuerdings bevorzugte
Grundlage der Atomgewichte, also auf Sauerstoffgas 0 2 = 32 - 000,
oder wenn man will, bezogen auf NormalgasvonderDichte 1 "000,
wenn man ihre auf Luft bezogene Dichte mit 29 (nämlich 14'388 X 2*016)
multiplicirt. Man bekommt derart beispielsweise die nachstehenden Mo-
leculargewichte:
Verbindung
Gef. Dichte (dj,Luft = 1
Gef. Mol. Gew."d X 29
Mol.-Gew. berechnet
aus den Atomgewichten
O = 16
Wasserdampf H 2 0 0-623 18-06 18-02
Ammoniak NH 3 0590 17-11 17-06
Stickoxyd NO 1-039 30-13 3004
Stickoxydul N ä O T520 4408 44-08
Neuere wichtige Methoden der Moleculargewiehtsbestimniung be-ruhen auf der Gefrierpunktserniedrigung und der Siedepunktserhöhungv on Lösungen (s. weiter unten).
Atomgewichtsbestimmung.
Zur Bestimmung des Atomgewichts mit Hilfe der Gas- und Dampf-dichten sucht man die quantitative Zusammensetzung und das Molecular-gewicht möglichst vieler Verbindungen desjenigen Elements zu kennen,um welches es sich gerade handelt. Man verfährt hierbei nach folgen-den Grundsätzen: um z. B. das Atomgewicht des Sauerstoffs, in Bezugaui H = 1, festzustellen, geht man von der quantitativen Zusammen-setzung des Wassers aus.
Das Wasser enthält: 11*19 Procent H, 88\81 Procent O.
Also auf: 1 Gewichtstheil II, 7'94 Gewichtstheile O.