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Anorganische Chemie
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Wasserstoff.

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jerngen Wasserstoffverbindungen bezeichnen muss, deren Wasserstoffdurch Metalle unter Bildung von Salzen vertretbar ist; eine ganz ent-sprechende Definition lässt sich auch fürBasen" geben, derenRa-arcal" [meist das Metallatom; beim Ammoniak die Gruppe (NELJ] denWasserstoff der Säuren unter Salzbildung zu ersetzen vermag.

2. Wasserstoff.

H = 1-008 (wenn 0 = 16-000).

Der Wasserstoff, ein luftförmiges brennbares Element, das bei der

^nwirkung von Eisen, Zink und anderen Metallen auf viele wässerige

^erdünnte Säuren als eigenthümliche Gasart entweicht, wurde schon von

''»racelsus im 16. Jahrhundert beobachtet, anfänglich jedoch wie

^nimtliche Gase nur für eine in besonderer Weise verunreinigte Luft-

1,1 Schalten; als eine von der Luft durchaus verschiedene Substanz

er kannte ihn erst Cavendish 1766.

In freiem Zustande findet sich der Wasserstoff auf der Erde nurav >snahmsweise, so in vulcanischen Gasen, sowie bei der Zerstörungorganischer Substanzen durch Fäulniss oder trockene Destillation\ e uchtgas); in gewaltigen Mengen tritt er dagegen in der Photosphäreaer Sonne und anderer Fixsterne auf.

Den Namen Wasserstoff oder Hydrogenium (Wassererzeuger,°n oo(up ; Wasser und ^ewatu, erzeuge) hat das Element daher erhalten,( ^ es in Verbindung mit Sauerstoff das Wasser bildet; in dieserRichtigsten Verbindung des Wasserstoffs sind neben 88 - 81 Procent Sauer-stoff 11-19 Procent Wasserstoff enthalten.

Man betrachtet die kleinsten Theilchen des Wassers, seine Molecüle,

s eine Verbindung von 2 Wasserstoffatomen mit einem Sauerstoffatom

*°a formulirt dieselben sonach HÖH oder <>II : , oder H,0. In weit

£°- ri Q^. erer Verbreitung findet sich der Wasserstoff auch in Vereinigung

lt Stickstoff als Ammoniak NH S , sowie in Verbindung mit Kohlenstoff

n einfachster Form als Sumpfgas oder Grubengas CH 4 , in complicirteren

°rrnen im Petroleum oder Erdöl und namentlich in allen Organismen.

S 4, seinen üblen Geruch kenntlich ist das ans Wasserstoff' und

c ßwefel zusammengesetzte Gas, der Schwefelwasserstoff SH 2 .

._. Wie sich aus einer Betrachtung der Volumverhältnissc, nach denen

^ Risserstoff mit anderen Gasen z B. mit Chlor (vgl. Chlorwasserstoff)

r^sanimentritt un d aus dem Gesetze von Avogadro:In gleichen

a svolumen ist eine gleiche Anzahl von Molecülen vorhanden" ergibt

^ u -) und wie dies durch zahlreiche andere Thatsachen bestätigt wird,

(ivf l* ^ !VS kleinste, im Gaszustand existenzfähige Wasserst«»ll'tlieilchen

°lecül), ganz wie Sauerstoff. Chlor etc., nicht aus einem, sondern aus

Sil? 1 -^ tomen - Man schreibt daher das Wasser st off mole etil: H 8 .

Wbst i n starker Weissglut bei 1600° sind solche Molecüle H 2 noch

c ht in einzelne Atome H zerfallen.

-cur die Darstellung des Wasserstoffs geht man fast immer

von

xsser-

st ff Seinor verbreitetsten Verbindung, dem Wasser, aus. Das W;°6*as kann aus dem Wasser in verschiedener Weise gewonnen werden.