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Vortäuschung von Krankheiten
Entstehung
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man letztere unter den (knotigen) Erweiterungen drückt,also sie leert, und dann oberhalb drückt, sie füllt.

Ucbertriebene Klagen über wirklich vorhandeneBeschwerden verstummen bisweilen, wenn die 1891 vonTrendelenburg empfohlene Operation (doppelte Unter-bindung der Vena saphena) vorgeschlagen wird.

Unterschenkelgeschwüre vereiteln nur in denFällen eine geordnete Arbeit, wo sie in Folge langenBestandes umfangreiche GewebsVerluste darbieten, vonBlutadererweiterungen umgeben, mit Verdickung des Binde-gewebes oder mit Knochenauftreibung verbunden sind.Ebenso thun es zurückbleibende Narben, wenn sie um-fangreich sind und zum Wiederaufbrechen geneigt bleiben.

Dass solche Geschwüre absichtlich erzeugt und unter-halten werden, ist nicht gerade selten. Es werden dazubenutzt mechanische und chemische Beleidigungen: Mineral-säuren, scharfe Pflanzensäfte, Blasenpflaster, auch rostigeKupfermünzen sind aufgebunden entdeckt worden.

Mit Unterschenkelgeschwüren Behaftete werden, wennder Heilung auffälliger Widerstand entgegentritt, zweck-mässiger im Krankenhaus behandelt, wo die wagerechteKörperhaltung zu beobachten und das Geschwür z. B.mit aufwärts und abwärts überragendem Heftpflaster ver-bände behandelt wird. Vor boshaften Angriffen ist dasGeschwür umsichtig zu schützen, z. B. durch Einschiebungeiner dünnen Bleiplatte zwischen Pflaster oder Salbe undBinde des Verbandes. Auch ist empfohlen worden, denbetheiligten Schenkel durch eine verschliessbare Eisen-blechschiene zu schützen, deren Schlüssel in der Ver-wahrung des Arztes bleibt.

Zehenverkrümmung kann so beträchtlich sich ent-wickeln, dass das Tragen der gewöhnlichen Fussbeklei-dung unmöglich wird. Diesen Einfluss hat die Krümmungmehrerer Zehen, wie sie durch unpassendes Schuhwerkallmälig zustandekommt, zunächst nicht; vielmehr ^handeltes sich bei der in Frage kommenden Zehenkrümmungum eine gewaltsame Verletzung gewöhnlich nur einer