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weil er die Worte mit dem gesunden Ohre hören zumüssen geglaubt, sich durch deren Nachsprechen entlarven.
Preusse braucht das Telephon zur Erkennung ein-seitiger Taubheit, indem er 2 Telephone in den Kreiseiner galvanischen Kette einschaltet und sie zugleich anbeide Ohren legt, worauf die zu einem akustischen Bildevereinigte Gehörsempfindung in den Hinterkopf verlegtwird. Wird aber der Strom durch ein Telephon ge-schickt, so wird Gehörsempfindung nach der Seite desgrade benutzten Ohres hinverlegt. Der Betrüger machtbei wechselnder Prüfung widerspruchsvolle Angaben.
Gegenüber doppelseitiger Taubheit oder doppel-seitiger hochgradiger Schwerhörigkeit kommen folgendeVerfahren in Betracht:
Casper empfiehlt, mit lauter Stimme ein Gesprächzu beginnen und unvermerkt immer leiser fortzufahren.
Ein umgekehrtes Verfahren verfängt bisweilen auf demRekrutirungsplatze. Es empfiehlt sich, die erste an denvorgestellten Militärpflichtigen gerichtete Frage „Haben Sieetwas zu klagen?" leise zu sprechen, da auf diese einenBetrüger ganz besonders reizende Frage gern Antwort er-theilt wird. Erst wenn eine solche ausbleibt, dürfte aufden Casper'sehen Vorschlag einzugehen sein.
Bisweilen führen Uebertölpelungen und Ueberraschungenzum Ziele. Ein Spiegelfechter, der sich zum Militär stellte,wurde dadurch entlarvt, dass man ihm zuletzt sagte, erkönne gehen, und er dem Befehle Folge gab. Fernerist man durch Anrufen im Schlafe oder in der Schlaf-trunkenheit zur Entdeckung gekommen. Wenn man be-obachtet hat, dass Beleidigungen den Spiegelfechter dazutreiben, seine Rolle aufzugeben, so lässt sich dieses Mittelfür den Arzt nicht rechtfertigen. Ebensowenig ist es zubilligen, wenn Böke vorschlägt, den Prüfling zu nar-kotisiren oder betrunken zu machen. Man mag einedurch andre Umstände veranlasste Chloroformnarkose odereine selbstverschuldete Betrunkenheit für die Entlarvungverwenden — ein Arzt überschreitet seine beruflichen