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Anleitung zur qualitativen Analyse anorganischer und organischer Stoffe, sowie zur toxikologisch-chemischen Analyse, nebst e. kurzen Einführung in die Gewichts- und Maßanalyse, namentlich zum Gebrauche für Mediziner und Pharmazeuten : mit 17 Tab.
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Injektion von Menschenblutserum das Kaninchen ein Serum, welchesausschließlich in einer wässerigen Menschenblutlös. eine Fällung erzeugt.

Zum Nachweise von Blut in Flüssigkeiten verwendet man dieselbendirekt zu den Reaktionen a und d., zur Reaktion b mischt man die Flüssigkeitmit dem gleichen Vol. 2proz. Alkalilauge, nitriert, setzt zum Filtrat das gleicheVol. normalen Menschenharn; bei Gegenwart von Blut entsteht ein rötlich ge-färbter Niederschlag (S. 246, c), den man zur Herstellung der TeichmannschenBlutkristalle in zweifelhaften Fällen verwendet. Zur Reaktion c mischt manmit dem gleichen Vol. alkal. Hydrazinlös. und läßt 2030 Min. stehen.

Zum Nachweise von eingetrocknetem Blut behandelt man je einenTeil der zu prüfenden Gewebe oder der von festen Gegenständen abgekratztenFlecken zur Prüfung nach a und b durch Erwärmen mit einigen Tropfen Eis-essig und verwendet die erhaltenen Lös., zur Prüfung nach a, c und d., indemman 2530 Min. mit alkal. Hydrazinlös. stehen läßt und die Lös. verwendet.(Beste Methode um Blutfarbstoffe zu lösen.)

a. Schönbeins Ozonprobe. Man schüttelt einige Tropfen Blutmit etwa 4 ccm Wasser und dann mit etwa 2 ccm Guajaktinktur (S. 47)und setzt hierauf 1 2 ccm Tropfen altes Terpentinöl hinzu undschüttelt wieder. Bei Anwesenheit von Blutfarbstoff wird die Mischungsofort oder bald blau, indem die vorhandenen Blutkörperchen das inaltem Terpentinöl vorhandene Ozon auf die Guajaktinktur über-tragen, welche durch Ozon blau wird, während altes Terpentinöldirekt an Guajaktinktur kein Ozon abgibt.

Tritt die sehr empfindliche Schönbeinsche Ozonprobe a nichtein, so ist die Abwesenheit von Blut bewiesen, tritt sie aber ein, so sind nochandere Reaktionen anzustellen, da dieselbe auch mit vielen anderen Stoffen eintritt.

b. Teichmanns Häminkristalle. Eine Spur Blut wird miteinem minimalen Koehsalzkriställchen und einigen Tropfen wasser-freier Essigsäure (Eisessig) auf einem Objektträger verrieben und nachAuflegen des Deckgläschens auf einer ganz kleiner Flamme bis zurEntwickelung von Gasblasen erhitzt; man läßt etwas abkühlen, dannmit einem Glasstab an der Seite des Deckgläschens noch einigeTropfen Eisessig zufließen, erwärmt nochmals, läßt wieder abkühlenund beobachtet nun bei 300faeher Vergrößerung durch das Mikroskopdie im durchfallenden Lichte braunen, lang gestreckten, oft gekreuzten,rhombischen Kristalle von Hämin (salzsaurem Humatin, wahrschein-licher essigsaurem Humatin).

c. Rieglers Hydrazinprobe. Alle Blutfarbstoffe lösen sich inalkalischer Hydrazinlös. (S. 172) mit rosa bis purpurroter Farbe zuHämochromogen, und die Lös. zeigt die beiden charakt. Absorptions-streifen desselben im Spektralapparat (s. unten d, 9.). Die alkal. Hydrazin-lös. der Blutfarbstoffe mit Essigsäure bis zur sauren Reaktion versetzt,gibt auch die Reaktion a, jedoch ist die Färbung mehr graublau.

d. Spektroskopischer Nachweis. Derselbe beruht auf dencharakt. Absorptionssepktren, welches die Blutfarbstoffe geben.