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B. Analyse des Blutes.
Blut besteht aus einer durchsichtigen, gelben Flüssigkeit, dem Blutplasma,und den darin suspendierten weißen und roten Blutkörperchen (s. unten 8).
Außerhalb der Blutbahn gerinnt das Blut durch Ausscheidung von Fibrin;durch Auffangen des aus der Ader fließenden Blutes in Neutralsalzlösungen er-hält man Mischungen, in denen Blut lange Zeit ungeronnen bleibt.
1. Spez. Gewicht. Man mischt 6ccm Chloroform mit 16,5 ccmBenzol in einem Reagenzglas oder Zylinderglas, läßt aus der Finger-kuppe einen mittelgroßen Bluttropfen, unter Vermeidung des Zer-reißens desselben, einfließen und tropft dann abwechselnd von demspez. schwereren Chloroform oder dem spez. leichteren Benzol, untervorsichtigem Neigen des Glases, so lange hinzu, bis der Bluttropfenin der Mischung schwimmt, hierauf bestimmt man das spez. Gewichtder Mischung mit der Mohrschen Wage (S. 23). Die nitrierteMischung dient zu weiteren Versuchen. Normales Menschenblut hatdas spez. Gew. 1,055—1,06.
2. Reaktion. Blut reagiert alkalisch; die Reaktion läßt sich,wegen des Blutfarbstoffes, mit Lackmuspapier nur erkennen, wenn maneine kleine Menge Blut mit so viel Ammoniumsulfat verreibt, daß einTeil des letzteren ungelöst bleibt, hierauf das Lackmuspapier in diebreiige Masse eintaucht und dann mit dest. Wasser gut abspült.
3. Harnstoff. Das Blut wird mit 3—4 T. Weingeist vermischt,letzterer nach 20—24 Stunden abfiltriert, der Rückstand wiederholt mitWeingeist ausgewaschen, die vereinigten Filtrate abgedampft und nachS. 250,22 mit Salpetersäure gefällt.
4. Harnsäure. 200—300 ccm Blut mit dem 3—4fachen Wasserverdünnt, werden mit 1 Messerspitze voll Kochsalz und 6—10 TropfenKssigsäure 15—20 Minuten auf dem Wasserbade zum Kochen erhitzt,dann filtriert und der Rückstand wiederholt mit heißem Wasser aus-gewaschen; die vereinigten Filtrate werden nochmals mit einigenTropfen Essigsäure versetzt, aufgekocht und filtriert, und das nuneiweißfreie Filtrat nach S. 250,21 auf Harnsäure geprüft.
5. Zucker- und Gallenfarbstoff wird in einem Teile des nach 4. er-haltenen, eiweißfreien Filtrates nachgewiesen nach S. 248,n und 247,9.
6. Gallensäuren werden in dem nach 3 hergestellten, alkoholischenAuszuge, nach dem Verdampfen desselben, nach S. 259 nachgewiesen.
7. Die anorganischen Bestandteile werden in der nach S. 166, A, 1
hergestellten Asche nachgewiesen.
8. Eiweilskörper des Blutes. Man vermischt frisch aus der Aderfließendes Blut mit 1 L Volum einer gesättigten Natrium- oder Magne-siumsulfatlösung, wodurch es zerlegt wird in: