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Anleitung zur qualitativen Analyse anorganischer und organischer Stoffe, sowie zur toxikologisch-chemischen Analyse, nebst e. kurzen Einführung in die Gewichts- und Maßanalyse, namentlich zum Gebrauche für Mediziner und Pharmazeuten : mit 17 Tab.
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Chloroform zu entfernen, da es ebenfalls die vorerwähnte Biuretreaktion gibt;man prüft nach S. 230, c.

Albumosen können bei diesem Peptonnachweis auch entfernt werdendurch Sättigen des Filtrats mit Ammonium- und Zinksulfat (im letzteren Falleunter Zusatz von 1 cem verd. Schwefelsäure auf je 50 cem Harn, s. S. 230, c).

5. Mucine, Glykoproteide, Nukleoalbumine. Eine Mischung gleicherTeile Harn und Wasser wird in der Kälte mit 1520 Tropfen Essig-säure versetzt; eine entstehende Trübung deutet auf obige Stoffe, wenn sieauf sofortigen Zusatz einiger Tropfen Salzsäure wieder verschwindet.

Vorerwähnte Stoffe sind bei allen in essigsaurer Lös. anzustellendenEiweißreaktionen, z. B. bei b, c und d, vorher zu entfernen, indem man mitetwa '/j,,, Vol. Essigsäure versetzt, die ausgeschiedenen Mucine usw. abfiltriert unddas Filtrat weiter prüft; darf das Filtrat nicht essigsauer sein, so wird dasselbe vorAnstellung der Eiweißreaktionen möglichst genau mit Natriumkarbonat neu tralisiert.

6. Gallensäuren. Man vermischt Harn mit l / 6 Volumen eines Gemenges vonBleiessig mit gleichviel Ammoniak, wäscht die entstandene Fällung mit Wasseraus, kocht sie dann mit Spiritus und filtriert die Lös. von gallensaurem Bleiab. Hierauf verdampft man die Lös. mit '/ 3 Volumen Natriumkarbonatlös. zurTrockne, kocht den Bückstand mit Spiritus aus, prüft die Lös. oder deren Ver-dampfungsrückstand nach S. 259.

Der direkte Nachweis der Gallensäuren in pathologischem Harn nach S. 259gelingt bei der geringen Menge derselben und bei der Schwierigkeit des Nach-weises nur selten.

7. Blutfarbstoffe, a. Man schichtet eine Mischung von gleichenVol. Guajaktinktur und altem Terpentinöl auf Harn nach S. 256, a.

b. Man mischt gleiche Vol. Harn und alkal. Hydrazinlös. undverfährt nach S. 256, c.

c. Man erhitzt den mit Alkalilauge stark alkalisch gemachtenHarn; die hierdurch ausfallenden Erdphosphate reißen den Blutfarbstoffmit nieder, so daß bei Anwesenheit desselben ein rötlich gefärbterNiederschlag entsteht (Hellers Blutprobe).

Ist die Färbung undeutlich, so sucht man aus der Fällung dieTeichmannschen Blutkristalle nach S. 256, b herzustellen.

Blutspuren findet man am besten durch Behandeln des Niederschlagsmit alkal. Hydrazinlös. nach S. 255,io.

In alkalisch reagierendem Harn kann zuweilen, infolge mangelndenCalciumphosphats, keine Fällung entstehen; man versetzt dann den Harn miteinigen Tropfen Calciumehloridlösung und verfährt erst dann wie oben.

Nach dem Genüsse verschiedener Arzneimittel gehen davon Farb-stoffe in den Harn über und können bei der Behandlung nach b rötlich gefärbteNiederschläge liefern; diese Niederschläge lösen sich aber in Essigsäure undgeben die Beaktion a und b und die Blutkristalle nicht.

d. Spektroskopischer Nachweis. Derselbe dient nicht nur zum Nach-weis der Blutfarbstoffe im allgemeinen, sondern auch zur Unterscheidung dereinzelnen Blutfarbstoffe, sowie verschiedener Derivate derselben (g. S. 256, d).

8. Indigofarbstoff. Gleichviel Harn und konz. Salzsäure werdenmit einigen cem Chloroform versetzt, hierauf ein Tropfen Chlorkalk-