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Anleitung zur qualitativen Analyse anorganischer und organischer Stoffe, sowie zur toxikologisch-chemischen Analyse, nebst e. kurzen Einführung in die Gewichts- und Maßanalyse, namentlich zum Gebrauche für Mediziner und Pharmazeuten : mit 17 Tab.
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5. Die allgemeinen Fällungreagenzien auf Alkaloide(S. 171) fällen auch Chinoliii aus seinen Lösungen.

6. Konz. Schwefelsäure löst Chinolin ohne Färbung.

7. Salpetersäure wirkt nicht oxydierend.

8. Bromwasser gibt gelbe oder orange Fällung.

9. Ferrocyankalium gibt mit der, mit Salzsäure angesäuerten,nicht zu verd. Lös. bräunlichgelbe Fällung.

VIII. Alkaloide.

1. Einige Alkaloide (Konii'n, Lobelin, Nikotin, Spartei'n) sindsauerstofffrei, flüssig und flüchtig, sowie von charakt. Gerüche, in reinemZustande farblos, wenn längere Zeit Licht und Luft ausgesetzt, sichdunkel färbend; alle anderen Alkaloide sind farblos, geruchlos,kristallisierbar, Luft und Licht ausgesetzt sich kaum verändernd.

Alle Alkaloide, außer Kolchicin und Kurarin, sind in Wasserunlöslich, hingegen löslich in starkem Alkohol, Benzol, Chloroform,Amylalkohol, ferner, außer Morphin und Narcein, löslich in Äther;die Lös. schmecken bitter und reagieren alkalisch.

Die Alkaloide haben den Charakter von Aminbasen und gebendaher unter Addition direkt mit Säuren gut kristallisierende Salze.

Die Alkaloidsalze sind unlöslich in Benzol, Chloroform, Amylalkohol,Petroleumäther, Äther, löslich in Alkohol und in (event. warmem undangesäuertem) Wasser. Nur Kolchicinsalze sind auch in Äther, Akonitin-,Papaverin-, Narkotin- und Kolchicinsalze auch in Chloroform löslich

Die Alkaloide verhalten sich gegen gewisse Reagenzien,die sog. Alkoidreagenzien, im allgemeinen übereinstimmend.

2. Verhalten der giftigen Alkaloide gegen die allge-mein en Alkaloidf allungsreagenzien (Darstellungderselbens.S.l71).Zur Ausführung dieser Reaktionen verwendet man ein kleines Kri-ställehen eines Alkaloidsalzes, das man in etwa 1 ccm dest. Wasserlöst, oder man führt eine etwa gleichgroße Menge des freien Alkaloids,bezw. des bei der toxikologisch-chemischen Analyse nach S. 240,11,111,241, IV erhaltenen Rückstandes durch Zusatz einer minimalen Mengeverd. Salzsäure in ein lösliches Salz über und verdünnt dann mitetwa 1 ccm Wasser.

Die so erhaltene Lös. verteilt man mit einem ganz dünnen Glas-stäbchen auf einer mit schwarzer Unterlage (z. B. Glanzpapier) ver-sehenen Glasplatte in einzelnen Tröpfchen; setzt man nun zu jedemTröpfchen mit einem dünnen Glasstabe je ein Tröpfehen der S. 220erwähnten Fällungsreagenzien, so tritt an der Berührungsstelle beiderTropfen eine Trübung auf.

Hat man so bei der toxikologisch-chemischen Analyse die An-wesenheit eines Alkaloids überhaupt nachgewiesen, so sucht man die