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Anleitung zur qualitativen Analyse anorganischer und organischer Stoffe, sowie zur toxikologisch-chemischen Analyse, nebst e. kurzen Einführung in die Gewichts- und Maßanalyse, namentlich zum Gebrauche für Mediziner und Pharmazeuten : mit 17 Tab.
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Dritte Gruppe.Verbindungen des Aluminiums und Chroms.

Die Kationen (S. 4) dieser Gruppe unterscheiden sich vondenen der ersten und zweiten Gruppe wesentlich dadurch, daß siesowohl durch Am moniak als auch durch A in 111011 i u insu If id (auch beiGegenwart von Ammoniumsalzen ) stets vollständig und zwar alsHydroxyde gefällt werden; z. B. A1 2 (S0 4 ) 3 + 6 NH 8 -f 3 H,0 = 2 A1(OH) +8 f MI J,S(),. - A1CI 3 + 3 (NH 4 ),,S + 6H 2 0 = 2 Al(OH) 3 + 6 NH 4 C1 + 3 H 2 S; dieGegenwart gewisser organischer Verbindungen, z. B. von Weinsäure, Zucker,hindert oder beeinträchtigt diese Fällung, infolge der Bildung komplexerKationen; die org. Verb, sind daher vor Anstellung der betreffenden Reaktionendurch Glühen zu zerstören, und dann der in Salzsäure gelöste Rückstand zurUntersuchung zu benutzen. Baryumkarbonat fällt sie (und auch Ferriionen) ausihren Lösungen als Hydroxyde; z. B. 2 AIC1, + 3 BaC0 3 + 3 H 2 0 = 2 Al(OH) 3 +3BaCl 2 + 3CO ä ; dieses Verhalten kann zu ihrer Trennung von den übrigen,durch Ammoniumsulfid fällbaren Metallen dienen.

Durch H 2 S werden die sauren oder neutralen Lösungen, ebensowie die der ersten und zweiten Gruppe, nicht gefällt.

I. Aluminiumverbindunyen.

1. Alkalilauge fällt weißes, voluminöses Aluminiumhydroxyd,Al(OH) 3 , löslich im Überschüsse des Fällungsmittejs schon in derKälte zu Alkalialuminat (z. B. Al(OH) + NaOH = NaAK), + 2 i I 4 <)>.

Aus der Lösung in Atzalkalien wird das Aluminiumhydroxyd durch ge-nügenden Zusatz von Chlorammonium schon in der Kälte, vollständiger beimErwärmen wieder ausgefällt, indem sich freies Ammoniak bildet,'welches fällendwirkt (siehe 2); z. B. NaA10 2 -f NH..C1 -f H 2 0 = NaCl + NH, + Al(OH),.

2. Ammoniak (auch Ammonium- oder Alkalikarbonat oderAmmoniumsulfid), fällt weißes Aluminiumhydroxyd, im Überschüssevon NH 3 etwas löslich; z. B. 2 A1C1 8 + 3 (NH 4 ) 9 CO + 3 H02 Al(OH), + 6 NH 4 C1 + 3 C0 2 .

Kochen begünstigt die Ausfällung, indem das überschüssige NH, ent-weicht; kleine Mengen des Niederschlages können wegen ihrer durchscheinenden,feinflockigen Beschaffenheit übersehen werden, weshalb man nach dem Zusätzevon NH 3 und nachfolgendem Erhitzen einige Zeit stehen läßt.

3. Natriumphosphat fällt weißes Aluminiumphosphat, A1(P0 4 ),löslich in Alkalilauge, unlö.slioh in Ammoniak; z. B. AI.,(S0 4 ) g -f-2 Na 2 HP0 4 == 2 A1(P0 4 ) -f 2 Na 2 S0 4 + H,S0 4 . Der Niederschlagunterscheidet sich durch seine Unlöslichkeit in Essigsäure vom Alu-miniumhydroxyd.

Aus der Lösung in Alkalilauge wird durch Ammoniumchlorid das Ammo-niumphosphat wieder gefällt (siehe oben 1).

4. Natriumacetat fällt aus den wässerigen Lösungen beim Kochenweißes, basisches Aluminiumacetat, AM >II i ; ((\H 3 0.,); s. S. 63.

5. Mit Kobaltsolution befeuchtet, auf Kohle geglüht, geben