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Über das Benzin und die Verbindungen desselben : gelesen in der Akademie der Wissenschaften am 6. Februar 1834
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4 ~" E. Mitscherlich.

wovon die eine Klasse Substanzen enthält, deren Bestandteileinniger mit einander verbunden sind, als es bei den gewöhn-lichen Verbindungen derselben mit anderen Körpern der Fallist; die andere Klasse aber Substanzen enthält, welche durchVerbindung [498] von zwei zusammengesetzten Körpern, odervon einem einfachen und einem zusammengesetzten Körper,entstanden sind, aus welcher Verbindung sich ein Theil aus-geschieden hat :i ).

Die erste Klasse von Atomen kommt sowohl bei denanorganischen als organischen Verbindungen vor; sie enthältdie chemischen Verbindungen, welche bei derselben Zusam-mensetzung verschiedene Eigenschaften zeigen. Als Ursacheder verschiedenen Eigenschaften giebt man mit Kecht an. dasssich dieselben Substanzen zu innigeren und weniger innigerenVerbindungen vereinigen. Auch kann man bei dem Uebergangder einen Verbindung in die andere bei mehreren SubstanzenEntwicklung von Wärme und sogar von Licht beobachten*).Da die Phosphorsäure und die Kieselsäure sich mit Basen zuinnigeren und loseren Verbindungen willkürlich vereinigenlassen, wenn man diese nämlich durch Glühen oder auf nassemWege darstellt, so ist es natürlich, bei den organischen Ver-bindungen, da wir dabei schon mehrere isomerische Verbin-dungen kennen, wie die Weinsäure und Traubensäure, zweiund vielleicht noch mehrere Stufen von Innigkeit der Ver-bindungen anzunehmen; und so scheint es mir nicht unwahr-scheinlich zu sein, dass wir bei einigen organischen Substanzennur die innigeren Verbindungen kennen. Zu solchen innigen Ver-bindungen möchte ich die Wasserstorfsäuren mit dem Aetherin 4 ),z. B. den Salzäther, den Traubenzucker, als Verbindung vonAlkohol, Kohlensäure und Wasser, u. s. w. rechnen. Ver-bindungen der Kohlensäure, des Wassers oder anderer Säurenmit dem Aetherin, die den gewöhnlichen Verbindungen dieserSäuren entsprechen, und die wir als die loseren anzusehenhaben, kennen wir nicht. Zu diesen innigeren Verbindungengehören noch die Verbindungen der Schwefelsäure mit demNaphthalin, dem Aether, und viele andere mehr.

*) Den ersten Versuch dieser Art habe ich 1820 in einerVorlesung, welche Berzelius vor dem Kronprinzen von Schwedendamals hielt, mit dem Gadolinit gesehen, und ganz so erklärenhören, wie von ihm die Lehre von der Isomerie später auseinandergesetzt worden; ich selbst habe seit dieser Zeit in meinen Vor-lesungen in jedem Semester diese Lehre mit den dazu gehörendenVersuchen vorgetragen.