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Aerztliches Recept-Taschenbuch : zugleich eine gedrängte Übersicht der gesamten Arzneimittellehre für Kliniker und praktische Ärzte ; auf Grundlage von "Justus Radius auserlesene Heilformeln"
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Lac vaccitntiii.

[SHS

zum 5. Lebensmonat hin wennauch nicht absolut, so doch Dachnieinen Erfahrungen dann ver-werflich, wenn bei den Kinderneiner Familie erbliche Praedispo-sition zu Khächitis besteht. Biokommt beim längeren Gebraucheder condensirten Schweizer Kuh-milch schneller zur Hutwicklung;durch gleichzeitig« Darreichungvon frisch ausgefälltem phosphoi -sauren Kalk und löslichem Easen-saccharat glaube ich den Fort-schritten der Dyskrusie sichtbarKinhalt gethau zu haben; besserwird mal) in solchen Hallenwenn es geht immer thun . diecondensirte Milch mit dem Milch-drüsensecret einer gesundenAmme zu vertauschen.

b. Buttermilch (Lac ebn-tyratum), süsse wie saure, istdes Itutterfettes entledigte Milch.Sie mnss frisch zubereitet seinund wird alsdann, wie mir schondie auf hntkt'iihcrg's Klinik nmlspäter in der Privatpraxis gesam-melten Erfahrungen anwiderleg-I ich nachwiesen, bei chron.Magen-aatarrh - neben altbackenerSemmel als einziges Nahm ims-mittel (unter Abnahme derKrarii-beitssymptome) vorzüglich ver-tragen. In grösseren Städten istButtermilch um so schwerer /ubeschaffen, als sie vom Landuublikum alsYieht'utter betrachtet

und des Transportes nicht für

werth erachtet wird. Auch fürdie Fieberdiaet, t. B, imTyphus } ist Buttermilch \< \

o, Moiden (Scniiii Laetisi.ist die der Hauptsache nach vonButterfetl und Käsestoff befreiteMilch, gleii'liweithi!'' einer wäss-rigen Auflösung der Salze unddes Milchzuckers, welche In, grös-seren Mengen getrunken , Stuhl-gang unii CHurese bethähgt, undwann genossen, bei Sronchial-iiml Tracheal-'-. Qtöatrrktn durchBeförderung der Expectorationgünstig wirken seil, liire Bedentung wird in den Kur- und Badean talten vielfach übertrieben.denn es kann die ebenerwähnten, übrigens auch durch andereMittel zu erstrebenden Vorthailezugestanden aaf der anderenSeite nicht m Abrede gestellt

werden, dass süsse wie saureMolken nicht nur sehr geringenXahrungswortli besitzen, sondernauch, in grossen Mengen genom-men, die Verdauung geradezustören. Zur MJolkenbereituugrechnet man auf 500 Grm, Kuh-milch :

Aeetuni vini 4,0-7,5 Grm.

Alumen depuratum 2,0-4,0

Saccus Citri 3,0-0,0 ,,

Coagulum vitulinum 0,7-0,9 ,,

Tartarus depuratus 8,0-4,0 ,,

l'ulp.iTamariiidorum 18,0-18,0

Vitium ihenanum 00,0-120,0 ,,

Die Milch niuss zum Kochenerhitzt und sodann das Fällungs-mittel, in wenig heissem Wassergelöst, edlmäligzugesetzt weiden,damit nicht Alles in einen ein-zigen Krampen vereinigt zu Boden

fallen kann. Dieses tritt y. H. bei

den Tamarindenimdken (SerumLactis taniaiindiiialinn). «reichenman bei vorherrschender Neigungzu Verstopfung den Vorzug vorden gewöhnlicher! durch Kälber-lab erzeugten, süssen Molken(Serum Lactls duloe) ßtfebt. wäh-rend mau bei Praeuisposition zuDiarrhoe die j\launnmlkcn (St 1 -t uin lacfis aluiniiialiiiii) wähltMit. Tartarus depuratus darge-stellte Werden als saure Molken(Herum luctis andiinu unter-schieden; sie besitzen besondersausgesprochene, abführende "Wir-kungen.

In Frankreich bereitet man dieMolken in der Regel so, d,i manin 1 laier Mileh ein Eiweis-'schlägt, 15 Gras, guten Essig zu-setzt, umrührt, schnell bis zumKochen erhitzt, etwas \\a erzugiebt und filtrrirt.

Die (iahe der täglich zubrauchenden Molken schwank!zwischen 250 und 1000 Grm.je nach den zur Bereitung henutzten"Substanzen. An den Erfolgen der Molkeakuren in Brun-neiiorten trägt, der Aiit'enthalider Kranken in schönen Gegenden. reiner, milder Berg- oderWaldluft, das Entferntsein vonGeschäften und täglichen Plackereien, und die strenge Beobach'um' (ron Kei'nne und EHael " rwiss ebensoviel hei, als die inForm der Violken dargereichteSalz- und Mil, h. ui ki rlösung.