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Kommentar zum Arzneibuch für das Deutsche Reich : mit Zugrundelegung des amtlichen Textes, sowie einer Anleitung zur Massanalyse ; im Anschluss an den Schlickumschen Kommentar
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gesättigt, dann mit etwas frisch gefälltem Zinkhydroxyd hingestellt werden,welches das Eisenoxydhydrat abscheidet, worauf man filtriert, mit etwasSchwefelsäure ansäuert und zur Krystallisation verdampft (s. oben).

Zu den Eigenschaften: Meist nadeiförmige Krystalle, die mit demEisenvitriol und Bittersalze isomorph sind. In lauer Wärme krystallisiertdas Salz mit 5H 2 0, dem Kupfervitriol isomorph. Es wird durch Zinkoxydleicht basisch und bildet mit schwefelsauren Alkalien Doppelsalze.Baryumnitrat scheidet aus der Salzlösung Baryumsulfat als weissen, inSäuren unlöslichen Niederschlag ab. Ätzende Alkalien, wie auch Ätz-ammoniak fällen, solange sie nicht im Überschüsse sind, weisses Zink-hydroxyd aus, welches sich aber mit grosser Leichtigkeit im über-schüssigen Alkali auflöst, daraus scheidet dann Schwefelwasserstoff weissesZinksulfid ab (Unterschied von Magnesia und Thonerde).

Formel: (ZnS0 4 -f 7H 8 0) = 287,6. (44 Proz. Krystallwasser.)

Prüfung: 1. Ist die Lösung in verdünnter Ammoniakflüssigkeit trübe,so kann Blei- oder Thon erdesulfat ..zugegen sein, ist sie blauKnpfer. Ist der darin durch H 2 S im Überschüsse entstehende Nieder-schlag, anstatt rein weiss, etwas gelblich, so ist Kadmium; wenn dunkel-farbig, Eisen, Kupfer, Blei als Sulfid mit dem weissen Zinksulfidniedergefallen. Giebt das Filtrat von letzterem mit Ammoniak undNatriumphosphat eine Trübung, so ist Magnesia zugegen. 2. Am-moniakentwicklung beim Erwärmen mit Natronlauge verrät Ammoniak-salz. 3. Entstehung einer braunen Zone beim Überschichten der mitSchwefelsäure versetzten Lösung mit Ferrosulfatlösung deutet auf Sal-petersäure. 4. Trübung der Lösung durch Silbernitrat: Chlorid.5. Das in Weingeist unlösliche Zinksulfat giebt an jenen nur etwaigefreie Schwefelsäure ab, und der mit Wasser verdünnte Auszug rötetdann Lackmus.

Aufbewahrung: In wohlverschlossenen Gläsern.

Gebrauch: Als zusammenziehendes, sogar ätzendes Mittel zu Ein-spritzungen, Verbandwässern, Augenwässern (0,21,0 : 100), innerlich alsBrechmittel (zu 0,30,6) bei narkotischen Vergiftungen.