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Ein auf den Molukken einheimischer, in Sumatra und in Westindienangebauter Bauin.
Myristica ist zweihäusig; ihr Diagramm ist sehr reduziert. Diemännlichen, in Trugdolden stehenden Blüten bestehen nur aus einemfleischigen, krugförmigen, aus 3 verwachsenen Blättern gebildeten Perianthund einer mittelständigen Säule (verwachsene Staubfäden), an der 3—16Antheren sitzen. Die einzelstehenden, weiblichen Blüten besitzen eingleiches Perianth und einen aus 1 Fruchtblatt gebildeten Fruchtknoten,welcher im Inneren eine aufrechte, umgewendete Samenknospe trägt.An der Frucht sind vier Hauptteile zu unterscheiden: 1. das aus demFruchtblatt gebildete, gelbe, fleischige, später lederartige Perikarp; es istvon birnförmiger Gestalt, reisst an Hucken und Bauchnaht, öffnet sichalso zweiklappig und enthüllt so den mit einem Arillus umgebenen Samen.— 2. Der unregelmässig geschlitzte Arillus (Samenmantel), bekannt alsMacis = Muskatblüt e, ist eine den Samen überziehende Wucherungdes Samenstieles. — 3. Die harte Samenschale, welche auB den beidenIntegumenten, der Raphe und im unteren Teile des Samens von Knospen-kern- (Nucellus-) gewebe gebildet wird. — 4. Die aus dem Nucellus ent-standene Muskatnuss, bestehend aus rudimentärem Perisperm, aus Endo-sperm und dem Embryo. — Von der Gesamtfrucht werden also 1 und 3(d. h. sowohl Fruchtschale als auch Samenschale) als minderwertig ent-fernt; Macis und Muskatnuss werden als Gewürz verwendet.
Zur Beschreibung: Nach aussen netzadrig-runzlige, meist infolgeEintauchens in Kalkmilch durch Calciumkarbonat weissbestäubte Samen-kerne, auf deren flacherer Seite noch die Stelle deutlich eingefurcht ist,an der die (mit der Samenschale) entfernte Raphe verlief. Das ölig-fleischige, weissliche Endosperm ist von eindringenden Fortsätzen desrudimentären braungefärbten Perisperms durchschossen (marmoriert). Diesessog. Ruminationsgewebe. enthält Gefassbündel, sowie in den Einbuchtungenzahlreiche, ätherisches Ol führende Sekretzellen. Das parenehymatischeEndosperm enthält Plastin, fettes (teilweise krystallinisches) Ol, Stärke-körner, Eiweiss- und Oxalatkrystalle. Die vom Endosperm eingeschlossenenHöhlungen sind die Reste des Embryosackes.
Bestandteile: Ätherisches und fettes Ol (bis 30 l'roz.; s. Ol. Nucistae.)
Verwechslungen: Die Samen von Myristica fatua Houtt. (M. tomen-tosa Thunb.") auf Bourbon, von schwächerem Geruch und Geschmack, sindlänger, etwas über 2 cm lang, und dabei schmäler (sog. lange, wildeoder männliche Muskatnüsse), diejenigen von M. malabarica Lam.überhaupt nicht gewürzig
Prüfung: Gute Muskatnüsse müssen frei von Schimmel und Insekten-frass sein, beim Durchschneiden eine feste, fettige Schnittfläche darbietenund beim Durchstechen mit einer heissen Nadel ein gelbliches Ol aus-schwitzen. Die vom Embryosack herrührenden Höhlungen sind zu be-rücksichtigen.
Gebrauch: Als Gewürz, zur Anregung der Darmthätigkeit, innerlichzu 0,5—1,25 in Pulver oder Pillen.
Semen Papaveris.
Mohnsamen.
Die Samen von Papaver somniferum. Sie sind niereniormig,1 mm lang; ihre Samenschale ist auf der Oberfläche mit einemNetze zarter Leisten bedeckt, welches sechseckige Maschen be-