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Kommentar zum Arzneibuch für das Deutsche Reich : mit Zugrundelegung des amtlichen Textes, sowie einer Anleitung zur Massanalyse ; im Anschluss an den Schlickumschen Kommentar
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607
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halb Bind die Samen alle an ein er Seite angeheftet; die falsche Scheide-wand fehlt.) Vergl. auch Herba Cochleariae. _ Die Schoten von Smapisalba besitzen 3-5 nervige Ria ppen, sie sind steilhaarig, mit schwert-förmigem Schnabel versehen, ca. 4 cm lang, holperig aufgetrieben beider-seits 6-8 sämig; Brassica nigra besitzt einnervige Klappen, die Schotensind 12-25 «tm lang, die 4-6 Samen sitzen in jedem Fache .scheinbar in

einer Reihe. .«im • i i

Zur Beschreibung der Samen sei auf den Text verwiesen. In derSamenschale ist nur der ölreiche Keimling eingebettet; Perisperm undEndosüerm fehlen. Da das Würzelchen an der Seite hegt und die beidenKeimblätter zusammengefaltet daneben liegen O», so gehört Smapiszu den Orthoploceen. Die grubige Punktierung sieht man am besten mit

Bestandteile: Sinaibin. Spuren von rhodanwasserstoffsaurem Sinapin,30 Proz. fettes Öl, kein Myrosin

C 30 H 44 N 2 S 2 O,6 = C 6 H l2 0 6 + C l6 H M N0 6 .H,S0 4 + C e H 4 j^ N:C:S j 4 {Sinaibin Glycose saures schwefel- Sinalbinsenföl

saures SinapinDas Sinaibin zerfällt beim Anreiben mit Wasser nach obiger Gleichung.Sinalbinsenföl (Para-Oxvbeuzylscniö.n ist ein blasenziehendes scharf-schmeckendes, aber nicht riechendes Ol, welches sich beim Erhitzen zer-setzt [Vergl. Semen Sinapisi. - Di'" Samen schmecken daher scharf, ent-wickeln jedoch keinen Geruch und liefern auch kern ätherisches Ol.

Geiauch: Zur Anregung der Verdauung als Reizmittel 1-4« mehr-mals taglich. Vorwiegend als GeWÜK Z. B. zum hinmachen der Gurken.Zur Herstellung von Löffelkrautspiritus.

Semen Foenugraeci. — Bockshornsamen.

Die Samen von Trigonella Foenum graecum. Sie sind(reiblich bis bräunlich, eckig, 3 bis 5 mm lang, bis 2 «m dickund mit einer die Lage des Würzelchens bezeichnenden h urcheversehen Die körnigrauhe Samenschale umschhesst das glasige,aus Schleimzellen bestehende Endosperm, in welchem der gelbeKeimling des stärkefreien Samens liegt.

Bockshornsamen schmeckt bitterlich und riecht eigenartig.

Semen Foeni ttraeci. Foenum Graecum. Semen Trigonellae. —

Fen ^Z^^^^^^ Graecum L. Bockshorn.

Fam " iSiS« Kraut des Orients, im mittleren Deutschland gebaut.Die , einem Fruchtblatt gebildete Hülse trag nur an der Nahtseite".;„':„., erscheinende) Reihen von Samen, entsprechend den beidenzu°pdte u, ng «Ueten Fruchtblattnindern. Die Hülse ist schwachshdiclförmi- ' ^krümmt und enthält 10-20 Samen, welche, abweichend von

<leI ¥ÄÄliehe oder bräunliche, flach rautenförmige

, i,°Z ff «rerundete, :? bis 5mm dicke Samen, welche durch

Oder unreg lmtts"ß £ I,n _. . j leiohe Hälften geteilt sind.

gteÄ™ Äldas in die Ebene der & Kotyledonen und an dereniini heraufgebogene, dicke Würzelchen des gelben Keimes, welcher