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Verwechslungen: Die Wurzel von Orion is repens L. (auf Wald-wiesen) ist fast walzenförmig, ohne tiefere Furchen und zeigt auf demQuerschnitt ein grosses Mark,
Einsammlung: Anfangs Frühjahr oder ausgangs Herbst. 3 Teilefrische Wurzel liefern 1 Teil getrocknete.
Gebrauch: Als blutreinigendes Mittel, zu Theegeniischen.
Radix Pimpinellae. — Biberneilwurzel.
Die getrockneten Rhizome und Wurzeln von PimpinellaSaxifraga und Pimpinella magna. Das Rhizom ist verzweigt,trägt häufig Reste der hohlen, oberirdischen Achsen und istdurch Blattnarben geringelt. Die Wurzeln sind bis 15 mmdick. Das gelbe Holz erreicht ungefähr die Dicke der weissenRinde. Diese ist nach aussen zu grosslückig und lässt aufihrer Querschnittfläche Radialreihen braungelber intercellularerSekretbehälter erkennen.
Bibernellwurzel riecht aromatisch und schmeckt scharf.
Khizoma Pimpinellae cum radicibus. Pimpinellwurzel. — Racine
de boucage. — Pimpernel-root. Burnet-root.
Stammpflanze: Pimpinella Saxifraga L. und P. magna L.Biberneil. Farn. Umbelliferen.
Zwei besonders auf Klee- und Esparsettefehlern wachsende ausdau-ernde Doldengewächse, erstere auf mehr trocknen, steinigen Plätzen,letztere an Bächen und feuchten Waldstellen. Die Droge wird von wild-wachsenden Pflanzen gesammelt.
Zur Beschreibung: Die fleischigen Wurzeln beider Arten zeichnensieh durch eine gelbbraune Farbe, einen starken, bockartigen Geruchund brennend scharfen, etwas gewürzigen Geschmack aus. Der ge-ringelte, bei Pimp. magna mehrköpnge, bei Pimp. Saxifraga meist ein-köpfige Wurzelstock trägt bisweilen noch Beste der Blattstiele und Stengelund geht nach unten über in die runzeligen und höckerigen, bis 2 dmlangen und bis 15 mm dicken Wurzeln. Auf ihrem Querschnitte erreichtder Durchmesser des gelben Holzcylinderg ungefähr die Breite der weissen,nach aussen grosslückigen Kinde, welche von zahlreichen Reihen braun-gelber Balsamräume strahlenförmig durchzogen ist. Bibernellwurzel lässtsieh leicht schneiden und bricht glatt. Geruch und Geschmack scharfaromatisch, höchst eigentümlich.
Mikroskopisches Bild siehe bei Rad. Levisticae.
Bestandteile: Ätherisches Öl, Harz, Zucker (8 Proz.) Gerbstoff u. a.
"Verwechslungen: Die Wurzel von Jleracleum Spbondylium, sog.falsche Bibernellwurzel, ist ähnlich, zeigt aber ein grobporöses Holzund in der nach aussen sehr lockigen und schwammigen Binde viel spär-lichere Balsamgänge. Ihre Wurzelköpfe zeichnen sich durch stärkere Ent-wickelung (bis über 2 cm) und Verästelung aus. Geruch und Geschmackist sehr abweichend.
Einsammlung: Anfangs Frühling oder ausgangs Herbst.
Gebrauch: Als Reizmittel bei katarrhalischen Halsbeschwerden, zu-mal bei Heiserkeit, meist als Tinktur oder im Aufguss (5:100) als Gurgel-wasser.